Dienstag, Januar 25, 2022
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WHO erwartet eine Omikron-Explosion in Europa

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Die WHO warnt vor einer massiven und schnellen Verbreitung der Omikron-Variante: In den nächsten sechs bis acht Wochen könnten sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in Europa mit Omikron infizieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet eine explosionsartige Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Europa. In den nächsten sechs bis acht Wochen könnten sich in Europa mehr als 50 Prozent der Bevölkerung mit der Omicron-Virus-Variante infizieren, warnt die WHO. In der ersten Woche des neuen Jahres habe es in Europa mehr als sieben Millionen neu gemeldete Covid-19-Fälle gegeben, die sich innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelten, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Omikron stellt eine Flutwelle dar, die von West nach Ost über die europäische Region fegt und den Anstieg der Delta-Zahlen verstärkt, den die Länder bis Ende 2021 erfahren würden, sagte Kluge. Omikron wird in Westeuropa schnell zur dominierenden Variante und breitet sich nun auch auf dem Balkan aus.

Auch das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet in Deutschland einen Anstieg der Neuinfektionen. Der seit Tagen sichtbare Anstieg der Zahlen wird hauptsächlich auf die Omikron-Ausbreitung zurückgeführt. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsbehörden dem RKI 45.690 neue Fälle. Das sind 15.129 Fälle oder rund 50 Prozent mehr als vor einer Woche, als 30.561 positive Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 387,9 von 375,7 am Vortag.

Kluge nutzte seine erste Online-Pressekonferenz des Jahres für drei Botschaften: Einerseits forderte er Länder ohne vorherige Erhöhung von Omikron auf, das verbleibende Zeitfenster zu nutzen und Vorkehrungen zu treffen – Omikron verbreitet sich schneller als jede andere bisher gesehene Variante von das Coronavirus. Dort, wo die Omikron-Ausbreitung begann, muss es vorrangig darum gehen, Beeinträchtigungen der Anfälligen zu vermeiden und Störungen der Gesundheitssysteme zu minimieren. Drittens wollte Kluge die Schulen offen halten. Das ist für die Kinder enorm wichtig, weshalb Schulen der letzte Ort sein sollten, der schließt – und der erste, der wieder öffnet.

Angesichts der Entspannungsdebatten in vielen Ländern warnte auch die WHO davor, dass die Omicron-Variante zwar im Schnitt zu leichteren Krankheitsverläufen führt, aber dennoch nicht mit der Grippe vergleichbar ist. Am Montag meldeten mehrere Länder Personalengpässe in Kliniken, weil Omikron zu einem starken Anstieg der Neuinfektionen geführt hatte. Auch medizinisches Personal ist betroffen. Zudem sorgt die hohe Zahl der Infektionen dafür, dass trotz des milderen Verlaufs mehr Patienten ins Krankenhaus kommen.

Die WHO Europa ist für 53 Länder und Gebiete nicht nur in Europa, sondern auch in Zentralasien zuständig. 26 dieser Länder meldeten ihren Angaben zufolge zuletzt, dass sich wöchentlich mehr als ein Prozent ihrer Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Gleichzeitig betonte Kluge, dass Corona-Impfungen „auch mit Omikron weiterhin einen guten Schutz vor schweren Erkrankungen und Todesfällen bieten“.



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