Freitag, Januar 21, 2022
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Wie oft sollte die Impfung aktualisiert werden? – EMA warnt vor zu häufigen Boostern

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Mehr als zwei Auffrischungsimpfungen in kurzer Zeit könnten das Immunsystem beeinträchtigen, warnt die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Wie werden Sie in Zukunft gegen Corona geimpft?

Die Auffrischungskampagne in Deutschland ist in vollem Gange, doch viele fragen sich schon: Reicht der dritte Spaten? Oder brauchen Sie irgendwann eine weitere Auffrischungsimpfung – und vielleicht auch noch eine danach? Denn niemand weiß, wie lange der Schutz der dritten Dosis anhält.

Der Stadtverband fordert bereits Pläne für einen weiteren Rückruf, Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat es bereits vorgebracht: „Ich selbst bin aufgestockt worden und bekomme in vier Wochen meine vierte Impfung, weil ich keine Angst mehr haben möchte, zu sein.“ infiziert“, sagte Kubicki im ZDF-Morgenmagazin.

In Israel erhalten derzeit Menschen über 60, Immunsupprimierte und medizinisches Personal eine vierte Dosis des Impfstoffs – mehr als eine Viertelmillion Menschen erhielten diese zweite Impfung innerhalb einer Woche.

Doch wie oft sind Auffrischungsimpfungen sinnvoll und können zu viele Auffrischungsimpfungen schaden? Die EU-Arzneimittelbehörde EMA warnte am Dienstag:

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Bevölkerung irgendwann „müde“ wird, also nicht mehr an den kontinuierlichen Auffrischimpfungen teilnehmen möchte.

Studien hätten jedoch gezeigt, dass bisherige Impfungen einen guten Schutz bieten, insbesondere vor schweren Erkrankungen, die durch die Omicron-Variante ausgelöst werden, erklärte Cavaleri.

Er plädierte nur dafür, Booster ein- oder zweimal zu verwenden. Ein zweites Update könnte noch sinnvoll sein, insbesondere für gefährdete Gruppen. Denkbar wäre daher eine Verlängerung des Zeitraums für Corona-Impfungen nach dem Vorbild der jährlichen Grippeimpfung.

Ähnlich sieht es der Frankfurter Virologe Martin Stürmer: Ein dreimonatiges Programm zur Auffrischimpfung sei auf Dauer aus rein organisatorischen, finanziellen und psychologischen Gründen nicht sinnvoll, sagte er dem ZDFheute.

„Meine Hoffnung und Erwartung ist, dass mit Hilfe optimierter Impfstoffe – wir haben derzeit noch die Originalversionen – tatsächlich einmal im Jahr eine Grippeimpfung ähnliche Impfung möglich sein wird, optimiert für zirkulierende Varianten“, sagte Stürmer.

Diese Situation könnte sich in diesem Jahr wiederholen: Biontech und Pfizer produzieren nun einen auf Omikron angepassten Impfstoff, der im März auf den Markt kommen könnte. Unterdessen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Berufung auf eine Hochrechnung, dass in zwei Monaten mehr als die Hälfte der Menschen in Europa mit Omikron infiziert sein könnten.

EMA-Experte Marco Cavaleri hält es daher für möglich, dass die schnelle Verbreitung der Omikron-Variante bald zu einer Endemie führen könnte. Omikron würde sich wie ein „natürlicher Booster“ verhalten, sagte er.

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