Mittwoch, Dezember 7, 2022
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"wir sind nicht schwul" Der Vater des Colorado-Killers spricht über Entfremdung

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Das Motiv für den Angriff auf den Club in Colorado ist noch unklar. Aber jetzt meldet sich der leibliche Vater von Anderson Lee A zu Wort. Zerbrochene familiäre Beziehungen und eine extrem feindselige Haltung gegenüber der LGBT-Community werden sichtbar.

Während die Trauer und das Entsetzen über das Blutbad in einem Nachtclub in Colorado immer noch groß sind, hat der leibliche Vater des Täters in mehreren Interviews mit US-Medien beunruhigende Aussagen gemacht. Er sagte Reportern, er habe sein Kind für „gewalttätiges Verhalten“ gelobt. Aaron Brink sagte auch, als er von der Schießerei hörte, machte er sich Sorgen, dass sein Kind schwul sein könnte. „Sie wissen, Mormonen sind nicht schwul, wir sind nicht schwul, es gibt keine Schwulen in der Mormonenkirche. Wir sind nicht schwul“, sagte Brink.

Anderson Lee A. wird vorgeworfen, fünf Menschen ermordet zu haben, nachdem sie am Samstagabend (Ortszeit) den LGBTQ-Treffpunkt Club Q in Colorado Springs gestürmt hatte. 18 weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt. Nach Angaben der Polizei betrat A. mit einem Sturmgewehr und einer Pistole den Club und eröffnete sofort das Feuer. Nach Angaben der Polizei griffen zwei im Club anwesende Personen ein und stoppten A. Zum Motiv der Tat gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

Bei einer Gerichtsverhandlung erklärten die Verteidiger, dass A. nicht-binär ist und die Pronomen er/sie verwendet. Der Verdächtige war früher als Nicholas Brink bekannt, änderte diesen Namen jedoch 2016, um „sich und seine Zukunft vor Verbindungen zu seinem leiblichen Vater und seiner kriminellen Vergangenheit zu schützen“, so eine Gerichtsakte.

Der biologische Vater Aaron Brink ist ein ehemaliger MMA-Kämpfer und Pornostar. Er spielte in Pornofilmen unter dem Künstlernamen „Dick Delaware“. Der 48-Jährige, der in Kalifornien lebt, sagte, er habe sich in den letzten Jahren von seinem Sohn entfremdet. „Er ist sauer, er ist sauer auf mich, er will den alten Mann ärgern“, sagte Aaron Brink. Aufzeichnungen zeigen, dass Brink in drei Bundesstaaten festgenommen wurde, einige Zeit im Gefängnis saß und mit Drogenmissbrauch zu kämpfen hatte.

„Ich habe ihn im Stich gelassen. Es tut mir leid, Nicholas oder Anderson“, sagte Brink. Wenn er gegen jemanden kämpft, benutzt er seine Fäuste. „Du kämpfst wie ein Mann, gibst dir dann die Hand und das war’s. Das war’s. Du gehst nicht raus. Du bringst keine Menschen um“, sagte er.

Ihm zufolge habe er nicht gewusst, dass A. sich als nicht-binär identifiziere. Er habe sein 22-jähriges Kind inzwischen für tot gehalten, berichtete Brink. Warum er das tat, sagte er nicht. Er betonte jedoch, dass ihm das Verhalten seines Kindes leid tue und er A. gleichzeitig sagen wolle, dass er ihn liebe. In den Videos der Gespräche wirkt Brink verwirrt. ABC-Reporter berichteten, sie näherten sich ihm, als er gerade Skateboard fahren wollte.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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