Dienstag, Oktober 19, 2021
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"Wirklich ausgeführt" – Gesicht rekonstruiert – Polizei rollt Mordfall von 1992 auf

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Vor fast 30 Jahren schoss ein Unbekannter einem Mann mehrmals in den Hals: Jetzt konnte die Polizei das Gesicht des Opfers rekonstruieren. Kann der spektakuläre Fall nun aufgeklärt werden?

Mit Hilfe des Gesichtes des Opfers hofft die Polizei, einen fast 30 Jahre alten Mordfall aufzuklären. Der Tote sei 1992 von einem Landwirt auf der A52 in Kaarst bei Düsseldorf entdeckt worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Düsseldorf.

Dem 25- bis 35-jährigen Mann wurde mehrfach in den Hals geschossen. Die Polizei sagte damals, er sei „regelrecht hingerichtet“ worden. Bisher konnte das Opfer nicht identifiziert werden. Der Mord wurde zu einem „kalten Fall“.

Doch nun ist es gelungen, das ganze Gesicht des Mannes zu rekonstruieren. Der 1,81 Meter große und 83 Kilogramm schwere Mann hatte kurze, dunkle Haare und eine Glatze. Außer 60 Mark in bar, zwei spanischen Münzen, einer französischen Münze und einer geöffneten Zigarettenschachtel hatte er damals keine Gegenstände oder Papiere bei sich.

Vermutlich fuhr er mit seinem zukünftigen Mörder Richtung Mönchengladbach. Offenbar waren Opfer und Täter dann bis an den Waldrand gegangen, wo der Fremde niederknien musste, bis ihn die tödlichen Kugeln von hinten trafen. Für Hinweise auf die Festnahme des Mörders wurde damals eine Belohnung von 3.000 D-Mark ausgeschrieben.

Als Tatzeit gilt der Zeitraum zwischen dem 29. November und dem 30. November 1992. Die bisherigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Opfer vom Balkan stammen könnte. Als körperliche Besonderheit hatte er eine zwei Zentimeter lange, quer verlaufende Narbe an der Innenseite des rechten Handgelenks.

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