Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Wirtschaftsminister zu „Lanz“: Habeck: Winter kann „lang und hart“ sein

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Bundeswirtschaftsminister Habeck sagt, Deutschlands Gaseinkäufe seien ein „Auslöser“ der weltweiten Gasmarktkrise gewesen. Du solltest dich nicht zurücklehnen.

Stundenlange Stromausfälle, Produktionsunterbrechungen und LNG-Importrückgänge von 10 und 19 Prozent in Bangladesch und Pakistan – während die Gasspeicher in Deutschland fast vollständig gefüllt sind, scheint der Globale Süden überholt zu sein.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck räumte am Dienstagabend gegenüber Markus Lanz ein, was „in das Familienbuch geschrieben“ werden müsse:

Deutschland habe „die Hälfte seiner Gaslieferungen abgebrochen“. Große Gasmengen hätten also auf dem Weltmarkt zugekauft werden müssen, weshalb es „sogar spekulativ“ gestiegen sei, erklärte er. Das seien keine natürlichen Preise, sondern „einfach eine Spekulationsblase, die offensichtlich auch dadurch angeheizt wird, dass wir weiter Gas gekauft haben“.

Habeck stellte klar: „Wir haben den Weltmarkt zu uns gezogen.“ Der Rückstand an Gascarriern vor Europa zeige, dass es eigentlich genug Gas gebe, „das in Asien hätte verstromt werden können“. Aber: „Öltanker werden von hohen Preisen angelockt. Asiatische Länder können nicht die Preise zahlen, die wir in Europa bereit sind zu zahlen.“ Habecks Fazit lautete daher: „Wir müssen die Preise wieder senken. Das schaffen wir, indem wir den Markt wieder ins Gleichgewicht bringen.“

Solange fossile Brennstoffe verbrannt werden, „müssen Länder, die sich die hohen Preise nicht leisten können, diese nicht zahlen“ – so sei es jetzt, so Habeck. Obwohl es „zu früh ist, darüber zu singen“, sind die Benzinpreise seit dem Sommer um ein Drittel gesunken.

Angesichts dessen zeigte sich der Minister optimistisch: „Es besteht berechtigte Hoffnung, dass wir nach dem Winter eine Normalisierung des Preisniveaus haben werden“. Umgekehrt hatte Habeck die Bürger zuletzt vor kalten Wohnungen und Gasknappheit gewarnt.

„Wo kommt das ganze Benzin her?“, fragte Lanz. Das ist uns noch nicht ganz klar, erwiderte Habeck. Der Winter könnte „lang und hart“ werden: „Das Temperaturprofil hat Auswirkungen auf den Energieverbrauch in Europa“. Außerdem seien die Preise immer noch „sehr hoch, eindeutig zu hoch“. Habeck warnte: „Man kann nicht sagen: Es ist gut gelaufen. Setzen wir uns. Die Arbeit ist erledigt.“ Allerdings „hätte die kollektive politische Kraft, die dieses Land aufbringen kann, manches politisch korrekt beantwortet“, sagte Habeck.

Mit einem Gesetz, das Betreiber dazu zwang, Gasspeicher zu füllen, einem staatlichen Eingriff, der Gazprom Deutschland unter Treuhänderschaft stellte, und viel Geld, um Gas zu kaufen. Habeck: „Nicht zuletzt haben die Bürger dieses Landes und die Industrie deutlich gespart. Der Gasverbrauch ist im Herbst deutlich zurückgegangen.“ All dies führte dazu, dass die Speicher bis zum Wintereinbruch „voll gepackt“ waren. Aber: „Jetzt müssen wir schauen, dass wir weiter sparen und weiter an Alternativen arbeiten.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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