Sonntag, August 14, 2022
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"würde mich entschuldigen" Melnyk bittet Scholz um ein Abschiedsgespräch

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Als ukrainischer Botschafter in Deutschland greift Andriy Melnyk eher zu lauten als zu leisen Tönen. Das bekommt sogar die Bundeskanzlerin zu spüren. Kurz vor seiner Rückkehr nach Kiew hätte Melnyk gerne ein Gespräch.

Der ehemalige ukrainische Botschafter Andriy Melnyk bietet Bundeskanzler Olaf Scholz eine Entschuldigung für seine beleidigenden Äußerungen an. Wegen seiner bevorstehenden Abreise aus Deutschland habe er das Kanzleramt um ein Gespräch mit Scholz gebeten, sagte Melnyk der „Bild“-Zeitung. „Wenn mich der Kanzler vor seiner Abreise empfangen würde, würde ich mich bei ihm entschuldigen.“

Der Diplomat bezeichnete die Kanzlerin als „beleidigte Leberwurst“. Melnyk hatte diese Aussage gemacht, als Scholz sich zunächst geweigert hatte, selbst nach Kiew zu reisen, nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus der Ukraine nicht eingeladen worden war.

Die Aussichten auf ein persönliches Treffen mit der Kanzlerin schätzt Melnyk als ungewiss ein: „Mal sehen, ich hoffe es.“ Aber es gehöre „zum guten Ton, wenn jemand geht, dass er auch empfangen wird“.

Der Ukrainer gab zu, von seinem Auftritt in Deutschland beleidigt worden zu sein. „Mein Hauptwunsch bleibt und ist es, die Beziehungen zu Deutschland zu stärken, auch wenn es nicht immer danach aussah“, beteuerte er.

an Twitter Allerdings attackierte Melnyk am Dienstag auch deutsche Politiker und bezeichnete Mitglieder der Linkspartei als „deutsche Komplizen Putins“. An den Linken-Abgeordneten Klaus Ernst „und all Ihre linken Freunde wie Wagenknecht & Co“ gerichtet, schrieb Melnyk, sie würden „auf der Anklagebank des Nürnberger Tribunals 2.0 gegen russische Kriegsverbrecher in der Ukraine landen“.

Melnyk bezog sich auf einen Twitternin dem ihn Klaus Ernst als „Tyrann“ bezeichnete und beklagte, dass jeder, der nicht die Ukraine-Position vertrete, als Parteigänger Russlands eingestuft werde.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Melnyk Anfang Juli vom Posten des Botschafters in Berlin abberufen. Nach seiner Rückkehr nach Kiew wird Melnyk weiterhin im diplomatischen Dienst seines Landes tätig sein. Zu Berichten der „Bild“-Zeitung, er solle stellvertretender Außenminister werden, wollte er sich nicht äußern. Das muss die Regierung entscheiden.

In dem Gespräch forderte Melnyk auch Präzisionswaffen, wie sie bei der Tötung des Al-Qaida-Führers Aiman ​​al-Zawahiri in Kabul eingesetzt wurden. „Wir Ukrainer brauchen auch die Präzisionswaffen, die in Kabul eingesetzt wurden“, sagte Melnyk. Er hoffe, „dass die Amerikaner uns mit ähnlichen Waffen ausstatten“.

Zur Frage des Einsatzes solcher Drohnen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Melnyk: „Viele Ukrainer würden sich wünschen, dass die Sache dieses Krieges diesen Krieg nicht länger fortsetzen könnte. Wie er endet, liegt in Gottes Hand.“



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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