Samstag, Mai 21, 2022
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Zehn Menschen in US-Bundesstaat erschossen: FBI ermittelt wegen rassistischen Motivs

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Bei einer Schießerei in einem Supermarkt in Buffalo im US-Bundesstaat New York sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Die Polizei ermittelt wegen Hassverbrechen.

Nach dem Schusswechsel mit zehn Toten in Buffalo im Bundesstaat New York ermittelt das FBI wegen mutmaßlicher rassistischer Motive. „Wir untersuchen sowohl einen Fall von Hasskriminalität als auch einen Fall von gewalttätigem, rassistisch motiviertem Extremismus“, sagte Stephen Belongia, FBI-Ermittler von Buffalo, auf einer Pressekonferenz.

Ein bewaffneter Angreifer eröffnete das Feuer in einem Lebensmittelgeschäft und tötete mindestens zehn Menschen. Drei weitere seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Mann sei unmittelbar nach der Tat in Gewahrsam genommen worden, sagte Bürgermeister Byron Brown. „Was als schöner Tag in der Stadt Buffalo begann, hat sich zu einem schrecklichen Tag entwickelt. Ein Tag, der jedem Mitglied unserer Gemeinde das Herz bricht“, sagte Brown.

Der Angreifer sei in den Tops Friendly Market in einem überwiegend von Schwarzen bewohnten Viertel in Buffalo gestürmt und habe den Angriff offenbar live im Internet gestreamt, sagten Ermittler.

Das Video zeigt, wie er mit der Waffe auf dem Beifahrersitz vor dem Supermarkt ausstieg und auf dem Parkplatz das Feuer eröffnete. Er erschoss andere Opfer im Laden. Der Ermittler sagte, man untersuche, ob er auch eine Art Manifest ins Internet gestellt habe.

Nach Angaben der Behörden liegen „sichere Anhaltspunkte“ vor, die auf eine rassistische Tat hindeuten. Die Mehrheit der Opfer waren Schwarze. Nach ersten Erkenntnissen handelte der Schütze allein.

Der Supermarkt liegt mehrere Meilen nördlich der Innenstadt von Buffalo in einem Gebiet, das hauptsächlich von Schwarzen bewohnt wird. „Warum kommt ein Weißer hierher und dreht in einem schwarzen Supermarkt“, sagte ein Anwohner im Lokalfernsehen. Ein Polizist beschrieb den Tatort in der Zeitung The Buffalo News: „Es ist, als würde man in einen Horrorfilm eintreten, aber alles ist echt.“

Der 18-jährige Täter sei nicht aus der Gemeinde, sagte der Bürgermeister. „Der Schütze ist stundenlang von außerhalb dieser Gemeinde angereist, um dieses Verbrechen gegen die Menschen in Buffalo zu begehen.“ Die Tat geschah in und vor einem Supermarkt. Es war ein Tag, an dem die Menschen den Sonnenschein und alle möglichen fröhlichen Aktivitäten genossen.

Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, schrieb auf Twitter, dass sie die Situation nach dem Vorfall in einem örtlichen Lebensmittelgeschäft genau beobachte. „Wenn Sie in Buffalo sind, meiden Sie bitte das Gebiet und befolgen Sie die Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden und der örtlichen Behörden.“

US-Präsident Joe Biden sprach sein Beileid aus. Die Tat sei „schrecklich“, hieß es aus dem Weißen Haus. „Der Präsident und die First Lady beten für die Opfer und ihre Familien.“ Das Weiße Haus sagte, Biden sei von seinem Heimatschutzberater über den Vorfall informiert worden und werde weiterhin auf dem Laufenden gehalten.

Im März 2021 kam es zu einem Anschlag auf einen Supermarkt in Boulder, Colorado, bei dem ebenfalls zehn Menschen ums Leben kamen. Die Ermittler in diesem Fall haben noch keine Informationen über das mögliche Motiv veröffentlicht.



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