Donnerstag, Juni 23, 2022
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Zu viele Autokameras Berliner LKA verbietet Teslas vor Ort

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Tesla-Fahrzeuge sind mit acht Kameras ausgestattet, die eine 360-Grad-Überwachung des Bereichs ermöglichen. Das LKA in Berlin sieht ein Risiko für Sicherheit und Datenschutz. Deshalb verbietet es Teslas, das Polizeigelände zu betreten.

Tesla-Autos dürfen bestimmte Berliner Polizeigelände nicht mehr befahren, weil die Fahrzeugkameras ihre Umgebung zu intensiv filmen. Die Polizei befürchtet ein Sicherheits- und Datenschutzproblem. Das Verbot gilt für die Bereiche des Polizeipräsidiums und des Landeskriminalamts (LKA), wie es in einem internen Rundschreiben der LKA-Sicherheitsabteilung heißt.

Das Problem ist, dass die Kameras in den Tesla-Autos ständig filmen. Damit könnten Polizisten, Polizeifahrzeuge und das Geschehen auf dem Gelände erfasst werden. Die Videos würden auf Servern in der europäischen Tesla-Zentrale in den Niederlanden „dauerhaft gespeichert“, teilte die Polizei mit. Wie Filmaufnahmen verarbeitet werden, ist nicht geklärt. Tesla entscheidet, ob Daten freigegeben werden könnten.

Laut Rundschreiben war der Polizei das Problem im Januar aufgefallen. Anlass war ein Bericht im ZDF – das Magazin „Frontal“ stellte im August 2021 in einem längeren Artikel vor, was Tesla-Autos filmen und speichern und welche Daten freigegeben werden können. Demnach hatte die Berliner Staatsanwaltschaft Filme von Tesla erhalten, die Unfälle zeigten. Sie erhielt aber auch Filmaufnahmen einer Fahrt auf der Autobahn, die nicht zu einem Unfall geführt hat, deren Aufzeichnung aber noch auf den Servern gespeichert und abrufbar war.

Moderne Autos verfügen beispielsweise über mehrere Kameras, die beim Einparken helfen. In Teslas zeigen acht Kameras eine 360-Grad-Rundumüberwachung der Umgebung. Die Systeme dienen der Fahrerassistenz und dem teilautonomen Fahren. Sie fungieren aber auch als sogenannte Dashcams, die ständig filmen, um beispielsweise nachvollziehen zu können, was nach einem Unfall passiert ist. Zudem bietet Tesla seit 2019 einen „Sentry-Modus“ an, den Besitzer bewusst aktivieren müssen. Auch bei einem geparkten Auto erfassen die Kameras dann ständig die Umgebung und zeichnen Aktivitäten auf, sobald ein Annäherungsalarm ausgelöst wird.

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