Montag, September 26, 2022
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Zusammenarbeit mit Putin und Xi Erdogan plant Mitgliedschaft in der Östlichen Allianz

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Obwohl die Türkei Nato-Mitglied ist, wird sie von der EU auf Distanz gehalten. Nun sucht Präsident Erdogan offenbar nach Verbündeten im Osten. Auf dem Treffen der Shanghai Cooperation Organization erklärte er, neben Russland, China und dem Iran Mitglied werden zu wollen.

Nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan will das Nato-Mitglied Türkei der Shanghai Cooperation Organization (SCO) beitreten, deren größte Mitglieder China und Russland sind. Laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sagte Erdogan nach dem Gipfel der Organisation in Samarkand, Usbekistan, dass die Türkei beabsichtige, das Ziel einer Mitgliedschaft beim Treffen der Gruppe im nächsten Jahr in Indien zu erörtern.

Die Türkei habe „historische und kulturelle“ Verbindungen zum asiatischen Kontinent und wolle eine Rolle in der Organisation spielen, deren Mitglieder zusammen „30 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung“ ausmachen, sagte Erdogan.

Die Türkei wird derzeit von der Shanghai-Organisation als Dialogpartner aufgeführt. Im Falle eines Beitritts wäre die Türkei das erste Mitglied der Gruppe, das auch dem westlichen Verteidigungsbündnis NATO angehört.

Die 2001 zur Bekämpfung des Terrorismus gegründete Gruppe umfasst China, Russland, Indien, Pakistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan. Auch der Iran, der zuvor wie Weißrussland und die Mongolei Beobachterstatus hatte, wurde zum jüngsten Gipfeltreffen zugelassen. Auch der Prozess zur Aufnahme Weißrusslands, das als „letzte Diktatur Europas“ gilt, hat begonnen.

Erdogan wirft der NATO und der EU, wo die Türkei seit 1999 den Kandidatenstatus hat, ohne nennenswerte Fortschritte zu machen, mangelnde Unterstützung für die Türkei vor. Die Türkei und Russland wiederum haben in einigen Bereichen gemeinsame Interessen und gute Beziehungen – obwohl Ankara den Angriff Moskaus auf die Ukraine verurteilt. Die Türkei hat zuletzt versucht, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, etwa in der Frage der ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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