Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Zwei Eintrittskarten für die "Zwischenklausuren" Wo sind die Hochburgen der Republikaner?

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Die US-Zwischenwahlen sind noch nicht entschieden: Im Repräsentantenhaus stehen noch wichtige Ergebnisse aus. Leuchtet die US-Wahlkarte wirklich fast überall in republikanischem Rot? The Aktuelle News zeigt die wahre Mehrheit in den USA.

Bei den US-Kongresswahlen läuft die Stimmenauszählung in mehreren Bundesstaaten noch. Wie am Wochenende bekannt wurde, konnten die Demokraten – die Partei des amtierenden Präsidenten Joe Biden – ihre Mehrheit im Senat knapp verteidigen. Die Machtverhältnisse im Repräsentantenhaus hingegen sind noch offen.

Am Sonntagabend waren 20 der 435 Mandate noch nicht vergeben. Grund für die Verzögerungen sind unter anderem besondere Wahlregelungen in einzelnen Bundesländern. Die Republikaner liegen im Repräsentantenhaus knapp vorne. Zuletzt waren es 211 zu 204 für die Partei, der auch Ex-Präsident Donald Trump angehört. Die Mehrheitsschwelle im „Haus“ liegt bei 218 Sitzen. Die oppositionellen Republikaner benötigten lediglich neun zusätzliche Sitze – die Demokraten dagegen 14.

Hinweis: Die Infografiken von The Aktuelle News werden laufend aktualisiert.

Beim Blick auf die herkömmliche Wahlkarte (hier: „Kartenansicht“) kann aufgrund einiger Besonderheiten im US-Wahlrecht leicht der Eindruck entstehen, dass die US-Bevölkerung bei dieser Abstimmung überwiegend auf der Seite der Republikaner steht. Der größte Teil der Gegend leuchtet in republikanischem Rot.

Die bekannten geografischen Umrisse zeichnen jedoch ein stark verzerrtes Bild: Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus werden die Abgeordneten nach Wahlkreisen gewählt. Zu diesem Zweck wurden die Vereinigten Staaten in 435 Kongressbezirke („Kongressbezirke“) unterteilt, deren Größe grob der Bevölkerungszahl entspricht.

Die Folge: Durch diese Aufteilung ergeben sich deutliche Größenunterschiede zwischen den dicht besiedelten Regionen etwa an der Ost- und Westküste und den ländlichen Gebieten im mittleren Westen. Ein Großteil der Vereinigten Staaten leuchtet rot: Die vertrauten Umrisse der traditionellen Wahlkarte erwecken den Eindruck starker republikanischer Dominanz.

Tendenziell sind es nur die dünn besiedelten ländlichen Regionen, in denen die Republikaner vorne liegen. Das lässt die Partei stärker erscheinen, als sie tatsächlich ist. Die großen Ballungszentren, in denen die Demokraten vielerorts gewonnen haben, nehmen auf der klassischen US-Landkarte weniger Platz ein. Dadurch wirken sie klein und fast unbedeutend.

Der schiefe Eindruck lässt sich schnell korrigieren: Ein Blick auf die stilisierte Wahlkarte (hier: „Kachelansicht“) zeigt die gleichen Daten – nur sind hier die Wahlbezirke in der gleichen Größe wie sechseckige Kacheln dargestellt. Jeder Wahlkreis in dieser sogenannten „Kachelkarte“ wird durch ein regelmäßiges Sechseck dargestellt. Damit ergibt sich im Hinblick auf das tatsächliche Wahlergebnis ein deutlich ausgewogeneres Bild – das Repräsentantenhaus wird auch in Zukunft nicht von Republikanern dominiert. Mehrheiten sind extrem knapp.

Bei den Zwischenwahlen in der Mitte der vierjährigen Amtszeit von Präsident Biden standen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat zur Wahl. 36 Gouverneursposten und andere wichtige Ämter in den Staaten wurden ebenfalls besetzt. Die Sitzverteilung im Kongress bestimmt, wie viel politischen Spielraum der amtierende Präsident für die verbleibenden zwei Jahre hat.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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