Samstag, Oktober 1, 2022
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Zwei Minuten Schweigen und eine Klage

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Rund 2000 Gäste aus aller Welt würdigten in der Westminister Abbey die verstorbene Elisabeth II. König Karl III. war sichtlich gerührt. Die Zeremonie endete mit zwei Minuten Schweigen und einer Klage.

Mit einer Trauerfeier in der Londoner Westminster Abbey hat heute das Staatsbegräbnis für die britische Königin Elizabeth II. begonnen. Dean David Hoyle leitete die Zeremonie mit rund 2000 Gästen aus aller Welt. Auf dem Sarg der Königin, der mit der königlichen Standarte drapiert war, lagen Königskrone, Zepter und Reichsapfel.

Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, würdigte Elizabeth II. als hingebungsvolles Staatsoberhaupt. In seiner Predigt sagte Welby: „In jedem Fall werden diejenigen, die dienen, geliebt und in Erinnerung bleiben, wenn diejenigen vergessen werden, die an Macht und Privilegien festhalten.“ Den Grund für die große Sympathie sah er in ihrer Art, auf Menschen zuzugehen. „Sie war fröhlich, war für so viele da und hat so viele Leben berührt“, fuhr Welby fort. Der Erzbischof erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Königin an die Nation während der Coronavirus-Pandemie. Damals ermutigte Elisabeth II. ihre Untertanen und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“

Der Sohn der Königin, König Karl III., zeigte sich während der Zeremonie sichtlich gerührt. Als am Ende die Nationalhymne „God save the King“ gespielt wurde, schienen sich die Augen des Monarchen, der nicht mitsang, mit Tränen zu füllen. Selbst während des Trauerzuges zur Westminster Abbey, als Charles und andere Mitglieder des Königshauses dem Sarg der Königin folgten, hatte der König gerührt gewirkt.

Neben Mitgliedern der britischen Königsfamilie und Vertretern anderer Königshäuser nahmen auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Joe Biden an der Trauerfeier teil. Deutschland war durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten. Die neue britische Premierministerin Liz Truss war unter den Gästen, ebenso wie ihre überlebenden Vorgänger. Einige verdiente Bürger wurden auch zum Trauergottesdienst in der Westminster Abbey eingeladen.

Am Ende des Gottesdienstes gab es eine Schweigeminute von zwei Minuten. Der Flugverkehr in London wurde für eine halbe Stunde eingestellt, damit rund 2000 Gäste in Stille der Elizabeth-II-Zeremonie gedenken konnten. Nach den Schweigeminuten sangen die Trauernden die britische Nationalhymne, die nach dem Tod der Queen nicht mehr „God Save the Queen“, sondern „God Save the King“ heißt. Am Ende spielte ein Dudelsackspieler ein Klagelied.

Nun wird der Sarg mit den sterblichen Überresten der Queen in einer feierlichen Prozession zum Triumphbogen Wellington Arch gezogen, von wo er per Leichenwagen ins 35 Kilometer entfernte Schloss Windsor gebracht wird. Dort findet nach einem Gottesdienst mit 800 Gästen am Abend die Trauerfeier mit der königlichen Familie statt.

Elizabeth II. starb am 8. September im Alter von 96 Jahren – und das nach 70 Jahren auf dem britischen Thron. Mit ihrem Tod ging eine Ära zu Ende, das Ereignis löste weltweit Trauer und Anteilnahme aus. Die staatliche Beerdigung der Königin ist die erste in Großbritannien seit dem Tod des ehemaligen Premierministers Winston Churchill im Jahr 1965. Die Trauerfeierlichkeiten der Königin finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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