Freitag, Juni 24, 2022
StartSPORT1:1 in der Nations League: Das DFB-Team remis nur in Ungarn

1:1 in der Nations League: Das DFB-Team remis nur in Ungarn

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Die deutsche Nationalmannschaft wartet nach dem dritten Nations-League-Spiel noch immer auf ihren ersten Sieg. In Ungarn muss sich das DFB-Team mit einem 1:1 (1:1) begnügen.

Drittes Spiel, drittes Remis: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trennte sich in der Nations League 1:1 (1:1) von Ungarn. In Budapest brachte Zsolt Nagy die Gastgeber in der sechsten Minute mit 1:0 in Führung. Kurz darauf glich Jonas Hofmann später zum Ausgleich aus (9.).

Nationaltrainer Hansi Flick hatte bereits in den ersten beiden Spielen in Italien und gegen England 1:1 gespielt. Das vierte Spiel gegen Italien steht am Dienstag in Mönchengladbach (20.45 Uhr live im ZDF) an.

Auf dem Weg zur WM in Katar hielt sich Flick schon vor dem Anpfiff auf dem richtigen Weg. Aber es gibt noch viel zu tun. Als das Spiel Fahrt aufnahm, täuschte ein langer Pass des Ungarn Willi Orban die vier Verteidiger, die ohne den ausgeruhten Antonio Rüdiger aufgestellt waren. David Raum ließ Attila Fiola die Flanke machen, Schlotterbeck war zu weit weg, als Roland Sallai einköpfte.

Obwohl Manuel Neuer mit einem Reflex retten konnte, jagte Nagy den Ball beim nächsten Schuss unter die Latte. Genau diese defensiven Rückzüge hatte der Bundestrainer effektiv unterbunden, nachdem gegen Holland, Italien oder England das Gegentor nicht erreicht worden war.

Immerhin zeigten seine Schüler wie zu Beginn der Nations League in Italien innerhalb von drei Minuten eine schnelle Reaktion. Schlotterbecks langer Pass erreichte den gut laufenden Hofmann, der ungarische Schlussmann Peter Gulasci verschätzte sich im Lauf. Der Gladbacher passte an den Ball und schob zum Ausgleich ins leere Tor. In diesem Sommer war Hofmann bisher einer der Gewinner bei der Suche nach dem Kader von Katar für die Weltmeisterschaft.

Doch die schnelle Reaktion gab den Gästen kein Vertrauen. Flick gestikulierte begeistert an der Seitenlinie und wirkte sehr verärgert über die Leistung seiner Mannschaft. Die Deutschen hatten deutlich mehr Ballbesitz, aber keine Spielkontrolle. In der Defensive wirkte die DFB-Auswahl gegen den schnellen Wechsel der Ungarn sehr anfällig.

Vor allem der mutmaßlich von Borussia Dortmund umworbene Hoffenheimer Raum hat sich auf der linken Außenbahn mehrfach schwergetan. Wie schon beim furchtbaren 2:2 des letztjährigen Europapokal-Gruppenspiels erwiesen sich die Gastgeber als äußerst unbequemer Gegner. Das lag aber auch daran, dass Flicks Vorgaben für das Engagement und die Offensivlinie nicht umgesetzt worden waren.

Als Schlotterbeck einen Fehlpass von Niklas Süle auflöste und dafür eine Gelbsperre erhielt, hatte der Nationalmannschaftschef noch mehr Grund zur Wut. Momente wie der Kopfball von umjubeltem Kai Havertz (18.) und der Schuss von Raum (40.) auf den langen Pfosten blieben rar. Neuer musste das Remis sogar gegen die Direktabnahme von Fiola in der Kabine retten (44.).

Und auch nach dem Teamwechsel lief es nicht besser. Das deutsche Team beschleunigte nur kurzzeitig, doch die Ungarn formierten sich bald wieder in ihre kompakte Abwehr. Im Vorwärtsspiel fehlte es dem DFB-Team an Ideen und Spirit. Hofmann machte sich nach so viel Inaktivität plötzlich frei vor Gulasci, doch sein Pass kam nicht an Timo Werner (72.).

Mit den Einwechslungen von Ilkay Gündogan, Müller und Julian Brandt wollte Flick wieder Fahrt aufnehmen. Die besten Chancen auf den Siegtreffer haben allerdings Ungarn: Neuer lenkt einen Distanzschuss von Daniel Gazdag (81.) über das Tor.

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