Mittwoch, Oktober 20, 2021
StartSPORTAls die saudische Übernahme feststeht, bricht Jubel unter den englischen Fans aus

Als die saudische Übernahme feststeht, bricht Jubel unter den englischen Fans aus

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Newcastle United wird an eine Investmentgruppe mit saudischer Beteiligung verkauft. Während die Fans den Abgang des unbeliebten Besitzers Mike Ashley feiern, sind Menschenrechtsaktivisten in höchster Alarmbereitschaft. Im Mittelpunkt der Kritik steht Kronprinz Mohammed bin Salman.

DDie Premier League hat am Donnerstagabend die notwendige Zustimmung zur Übernahme von Newcastle United durch ein Konsortium mit saudischer Beteiligung erteilt. Die Investorengruppe um die britische Geschäftsfrau Amanda Staveley hatte ihr Angebot ursprünglich im Juli zurückgezogen. Staveley ist „wirklich stolz“ auf den Deal.

Voraussetzung für die Zulassung der Premier League war, dass der Verein nach der Übernahme nicht mehr unter der Kontrolle Saudi-Arabiens steht. Der öffentliche Investitionsfonds Saudi-Arabiens soll 80 Prozent des Konsortiums halten und ist nun Mehrheitseigentümer des Vereins. Zudem ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, der einflussreichste Mann im Fonds.

Sowohl die hohe Hinrichtungsrate im Land als auch die Ermordung des kritisch berichtenden Journalisten Jamal Kashoggi sorgten für Aufsehen. Der Fonds gilt jedoch als „vom Staat getrennt“, was bedeutet, dass eine Übernahme aus Sicht der Premier League zulässig war.

Aber es fehlt an Verständnis von Menschenrechtsorganisationen. Amnesty International hat wiederholt davor gewarnt, Saudi-Arabien zu versuchen, sein Image durch sogenanntes Sportswashing aufzupolieren. Geschäftsführer Sacha Deshmukh sagte: „Anstatt denjenigen, die an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind, zu erlauben, in den englischen Fußball zu investieren, nur weil sie tiefe Taschen haben, sollte die Premier League die Tests für Clubbesitzer ändern, um Menschenrechtsfragen zu berücksichtigen. „

Vor Bekanntwerden des Deals hatte Saudi-Arabien einem Streit mit dem katarischen Fernsehsender BeIN Sports nachgegeben. BeIN Sports als Rechteinhaber der Region und mächtiger Partner der Premier League hatte dem saudischen Sender BeoutQ vorgeworfen, internationale Sportereignisse illegal zu übertragen und das Programm des katarischen Senders zu stehlen.

Bundesliga, Fifa und Uefa hielten die Vorwürfe aufgrund einer Studie für bewiesen. Gleichzeitig hatte Saudi-Arabien BeIN Sports eine Sendelizenz im Land verweigert. Es ist unklar, ob die Beilegung des Streits eine Rolle bei der Beilegung der Übernahme gespielt hat.

Die neuesten Entwicklungen scheinen jedoch für Fans von Newcastle United eine gute Nachricht zu sein. Laut einer Umfrage des Newcastle United Supporters‘ Trusts vom Dienstag befürworten 93 Prozent der Unterstützer die Übernahme.

Der Vorbesitzer Mike Ashley war bei den Followern äußerst unbeliebt. Die sportliche Misere mit zwei Absteigern seit Ashleys Verlobung begann 2007 und der Verkauf der Namensrechte am St. James‘ Park sorgte für Unmut bei den Anhängern.

Ashley wollte den Klub schon lange loswerden, seit 2017 steht der Klub zum Verkauf. Die endgültige Hinrichtung, für die Ashley laut britischen Medienberichten rund 350 Millionen Euro von Investoren erhalten soll, sorgte bei den Fans für Jubel. In den sozialen Netzwerken war wildes Feiern vor dem Stadion zu sehen.

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