Mittwoch, Oktober 27, 2021
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Das Erstaunlichste ist auf der Tribüne passiert

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Die deutsche Nationalmannschaft tut sich in Hamburg gegen Rumänien schwer, feiert am Ende aber einen verdienten Sieg. Nach dem Schlusspfiff heben die Spieler vor allem eines hervor: die mittlerweile ungewohnte Atmosphäre im Stadion.

nNach seinem vierten Sieg im vierten Spiel als Bundestrainer war Hans-Dieter Flick heiser. Die meisten Zuschauer hatten das Hamburger Volksparkstadion bereits am Freitagabend nach dem 2:1 (0:1) gegen Rumänien verlassen, als Flick mit seinem Freund und RTL-Experten Lothar Matthäus am Spielfeldrand gestikulierte und immer wieder auf den Rasen zeigte.

Während des Spiels war er sehr aktiv an der Seitenlinie, und im deutschen Spiel lief nicht alles rund. „Ich denke, es war ein verdienter Sieg, auch wenn es etwas schwieriger war“, sagte Flick dennoch und machte seiner Mannschaft ein großes Kompliment. „Sie hat das Tempo über 90 Minuten sehr schnell gehalten. Sie war sehr erpicht darauf, dieses Spiel zu gewinnen. Mit großer Mentalität nahm sie auch das Publikum mit. „

Die 25.000 Fans feierten die Gewinner. Das Stadion war ausverkauft, mehr waren wegen der Pandemie nicht erlaubt. Choreografie, Gesänge, viel Applaus – das Publikum war ein Erfolgsfaktor.

Auch Joshua Kimmich zeigte sich von der Atmosphäre begeistert. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern vertrat den verletzten Torwart Manuel Neuer als Kapitän und sagte: „Das hat sich richtig toll angefühlt. Auch wenn es nicht 6:0 war – aber diese Leidenschaft und diese Atmosphäre im Stadion. „

Ianis Hagi (9.) brachte Rumänien in Führung, Serge Gnabry (52.) und der eingewechselte Thomas Müller (81.) drehten die Partie. „Ich glaube, jeder hat gemerkt, wie sehr wir gewinnen wollten“, sagte Kimmich.

Das Hamburger Publikum und die Nationalmannschaft – das war nicht immer Liebe. Nach dem 1:1 gegen Finnland 2009 pfiffen die Fans, Kapitän Michael Ballack sagte damals: „Ich verstehe die Pfiffe nicht. Ich hätte mehr Instinkt erwartet. „Danach wurden keine Länderspiele mehr an die Hansestadt vergeben.

Bemerkenswert ist dieser Freitagabend auch in Sachen Fans: Außerhalb von Turnieren gab es in den letzten Jahren bei den heimischen Nationalspielern selten eine wirklich gute Stimmung. Die 90 Minuten im Volkspark wirkten wie eine Versöhnung zwischen den Fans und der Mannschaft, nach dem Spiel drehte die Mannschaft eine Ehrenrunde, Zuschauer und Spieler applaudierten einander. Es war wieder mehr Nähe.

„Man muss den Fans hier ein Kompliment machen“, sagte Müller. „Obwohl wir zur Halbzeit mit 0:1 zurücklagen, wurde die Leistung belohnt. Als das 2:1 fiel, war es eine kleine Explosion. Die Verbindung konnte man spüren. Das hat uns auf dem Feld sehr gut gefallen. „

Der 32-jährige Fanliebling der Bayern ist für diese Mannschaft unverzichtbar, wie sich erneut gegen Rumänien zeigte. Nach dem Schlusspfiff wollten zahlreiche Fans sein Trikot. Erkenntnis für Flick: Die Nationalmannschaft ist derzeit ohne Müller in der Startelf nicht effizient genug.

„Wir können uns weiterhin vertrauen, dass wir die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, auch weiterhin tun“, betonte der Weltmeister. „Am Ende des Tages ist es schön, dass das Ergebnis auch aufgeht. Es war für alle Beteiligten ein schöner Abend. „

Mehrere Stars konkurrieren um die „Zehn“. Flick ließ dort Marco Reus von Borussia Dortmund gegen Rumänien starten und wechselte neben Müller auch Kai Havertz vom FC Chelsea. „Wir haben viele Positionen gut besetzt und können aufsteigen. Die Qualität im Team ist sehr hoch“, sagte Flick.

Am Samstag stehen Regenerationsübungen auf dem Programm, am Sonntag fliegt die Nationalmannschaft nach Skopje, wo sie am Montagabend (20.45 Uhr, RTL) im nächsten WM-Qualifikationsspiel auf Nordmazedonien trifft. Mit einem Sieg könnte sich Flicks Team bereits im nächsten Jahr für das Winterturnier im Wüstenstaat qualifizieren.

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