Montag, Oktober 18, 2021
StartSPORTDeal perfekt Dieser Milliardärsclub könnte sie bald alle übertreffen

Deal perfekt Dieser Milliardärsclub könnte sie bald alle übertreffen

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Trotz Warnungen wurde die Übernahme von Newcastle United von einem saudi-arabischen Konsortium genehmigt. Dahinter stecken Machtspiele, TV-Verkäufe und der Verdacht der „Sportwäsche“.

Die umstrittene Übernahme des englischen Erstligisten Newcastle United durch ein saudi-arabisches Konsortium ist genehmigt – trotz Warnungen von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Die Premier League bestätigte den Deal am Donnerstag. Das Konsortium versicherte der Liga, dass die „Elstern“ nicht unter staatlicher Kontrolle Saudi-Arabiens stehen.

Doch hinter dem nun abgeschlossenen Deal stehen Machtspiele der Staaten und die Aufpolierung des von ihnen verkörperten Images. So besitzt beispielsweise der WM-Gastgeber Katar den Ligue-1-Klub Paris St. Germain und der Hauptaktionär von Manchester City, Mansour Bin Zayed Al Nahyan, hat seinen Sitz in Abu Dhabi. Seit der Übernahme von Newcastle United ist nun auch Saudi-Arabien in das Machtspiel der Superreichen eingestiegen.

Wie Katar ist auch Saudi-Arabien unter Beschuss geraten. Denn Kronprinz Mohammed bin Salman werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Im neuen Konsortium Newcastle United soll er die klare Mehrheit halten. Laut britischen Medienberichten zahlen die Investoren 300 Millionen Pfund (rund 350 Millionen Euro) an den unter Newcastle-Fans umstrittenen Vorbesitzer Mike Ashley. Ashley hat in der Vergangenheit Spieler ohne Wissen des damaligen Trainers Kevin Keegan verkauft. Der Trainer trat daraufhin zurück – was die Fans verärgerte. Zudem investierte Ashley nur so viel Geld wie nötig, damit Newcastle in der Premier League bleiben konnte.

Auch die Übernahme des saudischen Konsortiums beendet eine vierjährige Pattsituation. Nach monatelangen Verhandlungen zog das Konsortium im Juli 2020 ein erstes Übernahmeangebot zurück. Ashley stand seit 2017 in Newcastle zum Verkauf.

Amnesty International hatte vor dem Deal mehrfach die Besorgnis geäußert, dass Saudi-Arabien versuche, sein Image durch „Sportswashing“ aufzupolieren. Saudi-Arabien wurde zudem vorgeworfen, für die TV-Piraterie mitverantwortlich zu sein.

Der Golfstaat steht seit langem in der Kritik, eine der höchsten Hinrichtungsraten der Welt und laut Aktivisten ein undurchsichtiges Justizsystem zu haben. Menschenrechtsaktivisten bezweifeln, dass Reformen politische Gefangene freilassen und Razzien gegen Andersdenkende stoppen werden.

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