Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Die Spielemesse startet: Gamescom: Spielspaß trifft Energiekrise

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Nach zweijähriger Corona-Pause startet heute die weltgrößte Gaming-Messe Gamescom wieder. Ein Problem: Der Stromverbrauch von Konsolen und Servern steigt.

Sie haben zwei lange Jahre gewartet, und jetzt ist es wieder soweit. Fachbesucher sind vor Ort und Spieler können sich auch wieder persönlich und nicht nur virtuell treffen. Viele Monitore, Spielkonsolen und andere technische Geräte werden wieder zu sehen sein.

Die Massen werden dieses Jahr kommen, da die Glücksspielindustrie boomt und dieser Trend durch die Corona-Pandemie verstärkt wurde.

Nach den Ergebnissen von statesman spielen mittlerweile 34 Millionen Deutsche regelmäßig Computerspiele. Und um richtig zu spielen, braucht es ein bisschen Technik: mindestens einen Bildschirm, eine Soundbar und natürlich einen leistungsfähigen Computer. Es gibt viele Stromfresser. Aber wer will es schon genau wissen, wenn es um Freizeitunterhaltung geht?

Entsprechend hoch ist der Energieverbrauch der Messe, obwohl die Veranstalter wollen, dass alles so grün wie möglich aussieht. Das Kölner Event ist nach Angaben des Vereins „game“ klimaneutral.

Gaming-PCs selbst liegen beim Stromverbrauch ganz vorne, sagt Sören Demandt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Der Energieexperte hat sich den Verbrauch einer aktuellen Spielkonsole genauer angeschaut. Er hat ausgerechnet, dass ein Spieler, der drei Stunden im Jahr spielt, so viel Strom verbraucht, wie ein Elektroauto braucht, um von Hamburg nach München und zurück zu fahren – das sind rund 1.600 Kilometer.

Nicht nur die Hardware benötigt immer mehr Energie. Spieleentwickler erschaffen ständig neue virtuelle Welten. Da der Wettbewerb zwischen den Anbietern hart ist, werden Grafiken und Effekte immer komplexer. Und damit die Illusion perfekt wird, braucht es Rechenleistung, die Geräte ziehen also entsprechend viel Strom.

Auch Spiele haben ihren Preis: Sie können bis zu 700 Euro kosten. Als kostengünstige Alternative ist der Trend zum Cloud-Gaming daher auf dem Vormarsch. Der Spieler kauft das Spiel nicht mehr, sondern wird vom Anbieter gestreamt, ideal für Gelegenheitsspieler, die auch auf die Anschaffung von teurem Equipment verzichten können.

Allerdings funktioniert auch das nur mit großen Rechenzentren, die den Cloud-Service bereitstellen.

Auch bei Online-Spielen, bei denen Spieler im Internet gegeneinander antreten, ist die Energiebilanz schlecht. Denn auch hier werden hochenergetische Server benötigt, um Spieler untereinander zu vernetzen.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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