Sonntag, Januar 23, 2022
StartSPORTDynamo-Tor: Dresden schickt den HSV-Angriff sofort ins Aufstiegsrennen

Dynamo-Tor: Dresden schickt den HSV-Angriff sofort ins Aufstiegsrennen

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Mit einem Sieg wollte der Hamburger SV die Plätze des direkten Aufstiegs in die zweite Liga angreifen. Stattdessen mussten sich die Hanseaten am Ende mit einem Remis begnügen. In der engen Tabelle droht nun ein Absturz. Hannover jubelt im Keller.

D.Der Hamburger SV startete in der zweiten Liga so in die restliche Saison, wie er es offensichtlich am besten kann: mit einem Unentschieden. Die Norddeutschen trennten sich am Freitag mit 1:1 (1:0) von Dynamo Dresden und bleiben vorerst Tabellendritter. Es war Hamburgs zehntes Unentschieden im neunzehnten Spiel: Mehr hat niemand in der zweiten Liga. Robert Glatzel traf mit seinem 10. Saisontor für Hamburg (37. Minute). Christoph Daferner (61.) erzielte sein neuntes Tor in dieser Serie für die Gastgeber.

„Wir sind nicht gut aus der Winterpause gekommen. Aber wir sind in Führung und können das Spiel später beenden. Das haben wir nicht geschafft“, klagte Kapitän Sebastian Schonlau. Eigentlich wollten die Hamburger mit einem Sieg einen Angriff auf den Zweisitzer im direkten Aufstieg starten. Aber ihm fehlte der Schwung gegen einen giftigen Rivalen. In den nächsten Tagen droht ein Tabellenrückgang.

Vor 1000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion ließen sich die Hamburger von der offensiv-aggressiven Spielweise der Sachsen überraschen. Die ansonsten durch klaren Ballbesitz verwöhnten Hanseaten staunten über die sicheren Gastgeber. Mit heftigem Gegendruck trieben sie die Norddeutschen aus ihrem gewohnten Rhythmus. Die krassen Dresdner Angriffe brachten die HSV-Abwehr in Verlegenheit.

Der erste erfolgreiche Konter bringt die Gäste jedoch in Führung. Über Ludovit Reis und Sonny Kittel kam der Ball zu Glatzel, der sich die Chance nicht entgehen ließ. Bis dahin waren die Giallorossi die beste Mannschaft. Allerdings fehlten ihm meist Durchsetzungsvermögen und Treffsicherheit vor dem gegnerischen Tor.

Manager Tim Walter überraschte die Startelf mit einer Raute im Mittelfeld und ließ den agilen Flügelstürmer Bakery Jatta nach überstandener Kroneninfektion zunächst auf der Bank. Von den angreifenden Norddeutschen war lange Zeit fast nichts zu sehen. Es fehlte an Schwung.

Stammtorhüter Daniel Heuer Fernandes steht erstmals nach langer Verletzungspause wieder im Tor. Mit einer starken Parade rettete er den Ausgleich gegen Ransford-Yeboah Königsdörffer (69.). „Leider war heute kein gutes Spiel und wir können von der Leistung enttäuscht sein“, sagte Heuer Fernandes.

Der HSV hat kaum Zeit zum Verschnaufen. Am Dienstag bestreitet die Mannschaft das Achtelfinale des DFB-Pokals beim Bundesligisten 1. FC Köln. Drei Tage später wartet Walters Mannschaft auf den Stadtrivalen FC St. Pauli.

Im Duell der Tabellennachbarn hat sich Hannover 96 durch einen Sieg gegen Hansa Rostock Platz auf dem direkten Abstiegsplatz erkämpft. Vor leeren Rängen erzielte Linton Maina (58. Minute) in einem hart umkämpften Match am Freitagabend das 1:0 (0:0) und dann den dritten Sieg im vierten Spiel unter der Führung von Trainer Christoph Dabrowski. Durch den Erfolg rückte Niedersachsen auf Platz 12 vor, Rostock rutschte auf Platz 15 ab.

Das Spiel begann mit der Erstverletzung von 96 Sei Muroya (2. Minute) und einem guten Start für die Gastgeber: Hansa hatte bei Haris Duljevic (8.) eine große Chance, als der offensive Mittelfeldspieler an einem Freistoß scheiterte.

Deutlich sichtbar waren die Schwächen des Vorbereitungsspiels, auf die Hannovers Manager Christoph Dabrowski seine Mannschaft vor dem Spiel hingewiesen hatte: Die Niedersachsen wirkten einfallslos und verloren in der Vorbereitung viele Bälle. 96 ging jedoch dank einer guten Aktion von Linton Maina überraschend in Führung, als der offensive Außenstürmer Abwehrspieler Damian Roßbach in den Strafraum dribbelte und ihn ins rechte Eck drehte. Die Rostocker kamen dann nah an das Tor der Niedersachsen heran, überzeugten aber mit ihren Aktionen nicht genug.

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