Dienstag, Januar 25, 2022
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"Er hat nichts Verbotenes getan" Becker schützt Djokovic

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Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hat sich erneut zur Debatte um Novak Djokovic geäußert. Er beschützt ihn, sagt aber auch klar, dass er am Ende allein für die Verwirrung verantwortlich ist.

Boris Becker bat erneut um Verständnis für seinen ehemaligen Schützling Novak Djokovic, schlug dem Tennis-Weltranglistenersten aber auch eine Impfung gegen das Coronavirus vor. In einem am Freitagabend veröffentlichten Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zeigte sich der dreimalige Wimbledonsieger nicht überrascht, dass die australischen Behörden dem Serben erneut das Visum entzogen hatten. Becker nannte die Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke vier Tage nach einer Niederlage vor Gericht „eine starke Rückkehr“.

Der Start von Titelverteidiger Djokovic bei den Australian Open ab Montag ist fraglich, ein Bundesgericht in Melbourne wird sich am Wochenende mit der Berufung des 34-Jährigen befassen. Becker, ehemaliger Trainer des Siegers von 20 Grand-Slam-Turnieren, betonte mit Blick auf die Behörden: „Ich bin niemand, der mit dem Finger auf die Leute zeigt, aber sie sind nicht ganz unschuldig an dem Novak-Djokovic-Desaster.“ Aber die Rechnung muss genommen werden, er zahlt alles selbst.“

Wer sich nicht impfen lasse, sei nicht automatisch ein schlechter Mensch, sagt Becker, der selbst dreimal geimpft wurde. „Es gibt viele Menschen, die Novaks Meinung vertreten, auf ihr starkes Immunsystem vertrauen und vielleicht eine andere Sicht auf die Welt haben. Als demokratische Gesellschaft sollten wir auch diese anderen Meinungen zulassen“, sagt Becker.

Der 54-Jährige wies darauf hin, dass eine Ansteckung weiterhin möglich sei. „Inzwischen haben wir gelernt, dass man sich trotz dreier Impfungen auch anstecken und die Krankheit weitergeben kann. Das ist das Teuflische: Es gibt keine beste Lösung, nur eine vorübergehende. Novak hat sich anders entschieden als ich und die Mehrheit der Menschen.“ tat. Aber er hat nichts Verbotenes getan“, betonte er.

Allerdings riet Becker auch: „Wenn er sich weiter auf den Tennissport konzentrieren will, muss er umstellen.“ Deshalb wäre meine Meinung: „Novak, schau mal, dass es dir leichter fällt, wenn du geimpft bist.“ Ich weiß nicht, ob er das macht.“ sagte Becker. Leichter wird es für Djokovic nicht, denn auch die French Open und Wimbledon würden die Situation in Australien unter die Lupe nehmen. Dass Djokovic wegen Corona und seiner Einstellung dazu seine Karriere vorzeitig beendet, glaubt er allerdings nicht.

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