Mittwoch, Juni 29, 2022
StartSPORTEs gibt eine Krise

Es gibt eine Krise

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Es war aber auch jener Hofmann, der die Spiel- und Ergebniskrise der Nationalmannschaft hätte beenden können, als er in der 72. Minute alleine auf Ungarns Keeper Peter Gulacsi zulief, aber ihm die Nerven versagten. Eine Aktion, die den Gladbacher selbst am meisten ärgerte. „Das verpasste 2:1 nehme ich auf meine Kappe. Am Ende muss ich einfach lange reindrücken. Ich bin echt enttäuscht, vor allem wegen dieser einen Aktion“, sagte der Gladbacher selbstkritisch.

Symptomatisch ist, dass dem besten deutschen Torschützen der letzten Spiele das Selbstvertrauen fehlt, um bei einer solchen Aktion zum Abschluss zu gehen. Für Mittelfeldspieler Leon Goretzka war es eine „Überzeugungssache vor dem Tor“. Tore schießen sei das „Größte im Fußball“. Um in seiner Sprache zu bleiben: Dem deutschen Team fehlt es derzeit an Geilheit.

Das hörte auch der Bundestrainer: „Am Ende gibt es keine Überzeugung zu sagen: Ich lege jetzt den Ball rein und gebe die Verantwortung nicht ab“, sagte Flick über Hofmanns große Chance zum 2:1. „Wir hatten nicht viele Torschüsse. Das können wir besser“, resümierte der noch ungeschlagene Bundestrainer bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Doch nicht nur seinen Angreifern, der gesamten Mannschaft fehlte die letzte Überzeugung vor dem Tor. „Wir haben zu wenig Chancen, die richtigen Abschlüsse sind nicht zu sehen. Das ist unser Problem, daran müssen wir arbeiten.“

Ein Spiel hat der Bundestrainer noch vor sich, bevor er seine Spieler in den Sommerurlaub schickt. Die Hoffnung lebt, sich mit einem Heimsieg gegen Italien in Gladbach zu verabschieden (am 14. Juni im Liveticker bei theaktuellenews). Gelingt dies nicht, dürfte es ihm und seinem Team unangenehm werden. Ein unruhiger Sommer steht bevor.

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