Sonntag, November 28, 2021
StartSPORTFall Peng Shuai Deutscher Profi wegen ATP-Abzug aus China

Fall Peng Shuai Deutscher Profi wegen ATP-Abzug aus China

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Der Fall des vermissten Tennisspielers aus China sorgt weiterhin für Aufsehen – auch unter Profikollegen. Deutschlands Nummer zwei, Jan-Lennard Struff, würde einen Turnierboykott in China unterstützen.

Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff würde es unterstützen, wenn die Männerorganisation ATP wegen des Peng Shuai-Falls in China keine Tennisturniere mehr ausrichten würde. Vor einer Woche drohte WTA-Chef Steve Simon mit dem kompletten Rückzug der Frauen-Tour, falls die Führung in Peking stattfinden sollte Fall des vermissten Spielers bringt kein Licht ins Dunkel.

„Auch als Herrenspieler auf der ATP-Tour hätte ich kein Problem, wenn wir nicht mehr nach China fliegen und dort spielen“, sagte Struff dem Online-Portal „Spox“ (Freitag). „Aber das ganze Thema ist extrem brisant und für uns schwer zu fassen“, sagte der 31-Jährige.

Anfang November veröffentlichte Peng Shuai im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe sexueller Übergriffe durch einen chinesischen Spitzenpolitiker. Die Zensoren griffen sofort ein, löschten ihre Post und verhinderten seitdem jede Diskussion im chinesischen Internet.

Auch in der Öffentlichkeit war der Spieler zunächst nicht zu sehen, was die internationale Tenniswelt beunruhigte. EIN Videoanruf mit IOC-Präsident Thomas Bach löste weitere Diskussionen und Kritik aus.

Der Fall ist auch Thema im Davis-Cup-Team, das am Wochenende in Innsbruck die Gruppenspiele der Endrunde gegen Serbien und Österreich bestreiten wird. „Das ist alles Wahnsinn, krass und gewalttätig“, sagte Struff aus dem Sauerland. „Als Profi-Tennisspielerin hat man das nicht für möglich gehalten, aber es ist passiert. Als deutsche Mannschaft hoffen wir natürlich, dass es ihr und ihr gut geht sicher ist.“

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