Sonntag, Oktober 17, 2021
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„Fiktives Geständnis“ – DFB-Gericht korrigiert Urteil zu Rassismus-Vorwürfen

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Bußgeld gestrichen, Sperre deutlich reduziert – Dennis Erdmann hat sich erfolgreich gegen die gegen ihn verhängten Sanktionen gewehrt. Dem Saarbrücker wurde Rassismus vorgeworfen. Nun legte er ein „fiktives Geständnis“ ab.

Die Sperre für Drittligist Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen Rassismusvorwürfen wurde vom DFB-Bundesgericht gekürzt. In der Berufungsverhandlung änderte das Gremium das Urteil für den 30-Jährigen.

Die beiden bis zum Ende der ursprünglichen Sperre am 25. Oktober ausstehenden Spiele wurden bis zum Ende der laufenden Saison ausgesetzt. Erdmann hat bereits fünf Spiele verpasst. Zudem wurde die Geldstrafe von 3000 Euro aufgehoben, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Urteils gestellt. Erdmanns Klub Saarbrücken hatte gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts Berufung eingelegt. Erdmann soll beim Spiel der Saarländer am 25. August gegen den 1. FC Magdeburg mehrere Gegner rassistisch beleidigt haben, wie Zeugen des sächsischen Klubs versicherten. Der Verteidiger wies die Vorwürfe mehrfach zurück.

Erdmanns Anwalt Horst Kletke erklärte nach Angaben des DFB in der mündlichen Verhandlung, die Berufung sei auf das Urteil beschränkt. Der Spieler habe die ihm unterstellten Aussagen nicht gemacht, aber wenn es Missverständnisse gäbe, dann würde es Erdmann leid tun.

„Um die Strafe trotz der schweren Vorfälle abzumildern, hat der Bundesgerichtshof berücksichtigt, dass dieses fiktive Geständnis den 13 Zeugen eine erneute Befragung und Anklage erspart hat“, erklärte der Vorsitzende Richter Achim Späth. Das Urteil des Bundesgerichts ist bindend.

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