Donnerstag, Dezember 1, 2022
StartSPORTIst Arteta der idealistischste Trainer der Premier League?

Ist Arteta der idealistischste Trainer der Premier League?

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Als Arsenal Tottenham Hotspur besiegte, kam Mikel Arteta mit etwas heraus, das genauso wichtig gewesen sein könnte wie die drei Punkte. Es war keine Rede von einem Titelrennen oder so oberflächlich wie eine Botschaft an den Rest der Premier League.

Es war stattdessen eine Anweisung an seine Spieler.

Denn so souverän der 3:1-Sieg von Arsenal auch aussah, so fühlte es sich zur Halbzeit nicht ganz danach an. Das Spiel fühlte sich zu diesem Zeitpunkt immer noch voller Risiken an, vor allem wegen Artetas absichtlich hoher Linie und der einladenden Konter.

Angesichts des Verlaufs der Niederlage gegen Manchester United mit dem gleichen Muster wäre es natürlich gewesen, wenn die Spieler von Arsenal Zweifel gehabt hätten. Mehr als einmal mussten die Innenverteidiger William Saliba und Gabriel im letzten Moment Breaks unterbrechen. Son Heung-Min sah unterdessen aus, als wäre er speziell dafür konstruiert worden, gegen dieses Arsenal zu kontern.

Artetas Botschaft angesichts dessen?

Nun, sich um all das keine Sorgen zu machen. Um das Gegenteil zu tun. Zum Verdoppeln.

Er gab zu, dass er nicht darüber redet. „Wenn Sie den Ball nicht haben und sie ihn gewinnen, können sie kontern“, sagte er. „Und je weiter der Ball ist, desto gefährlicher sind sie. Je näher der Ball also am Fünfmeterraum ist, desto gefährlicher sind die Spurs. Und das wissen wir, aber Harry Kane schaut auf unsere Bank und bringt den Ball durch zwei Verteidiger zu Son. Und das kann man nicht verteidigen. Es gibt Dinge, die kann man nicht verteidigen, und man muss sie akzeptieren, weil es ihre Qualität ist und wir unsere Stärken ausspielen müssen, und was wir nicht können, ist, unsere Stärken zu verlieren, weil wir etwas tun wollen, was wir nicht sind.“

Das hat eine klare Logik, aber es wirft eine andere Frage auf: Ist Arteta jetzt der idealistischste Manager in der Premier League? Ist er der extremste Purist?

Viele werden natürlich auf Pep Guardiola verweisen, aber er war Artetas Mentor, und der Baske befindet sich in einer prägenderen Phase seiner Karriere als der Trainer von Manchester City.

Das ist der Punkt, an dem die Idee eines Managers tendenziell am unkompliziertesten ist. Man muss nur Guardiolas eigene Entwicklung betrachten. Sein Ansatz schließt sich wieder und wieder und schließt alle Arten von Improvisationen und Entwicklungen ein, um ihn zu perfektionieren, wie ein großer Komponist.

Guardiola hat ein direkteres deutsches Pressing eingebaut, bevor er zu den falschen Neunen von 1,57 m und dann zu Erling Haaland zurückkehrte.

Einiges davon muss natürlich in den Kontext der immensen Ressourcen von Man City gestellt werden, aber es fühlt sich sicherlich so an, als hätte Guardiola seinen Ansatz jetzt ausreichend angepasst, damit sein Ballbesitz ebenso schützend wie proaktiv sein kann. Sein Team ist in dieser Hinsicht wohl näher an Spanien 2010 – was natürlich nur ein Kompliment ist. Es ist extreme Kontrolle, obwohl Haaland das ein wenig gedehnt hat.

Im Gegensatz dazu scheint Arsenal Guardiolas anfänglichem Ansatz mit Barcelona einen Hauch näher zu sein. Das liegt eher an der Taktik als an der absoluten Qualität. Sie können ein Spiel kontrollieren, aber es besteht immer das inhärente und tiefgreifende Risiko, dass sie durch einen schnellen Konter sofort rückgängig gemacht werden können. Es ist dieser klassische „Glaskiefer“, den Guardiola im Allgemeinen ausgearbeitet hat, um ihn zu umgehen.

Auch hier geht es teilweise um Ressourcen und Qualität. Arteta baut sein Team immer noch auf. Es ist noch nicht ganz so, wie er es gerne hätte, aber es kommt dahin. Es bedeutet, dass er sich noch mehr für den Ansatz einsetzt, denn das bringt sie durch.

Deshalb war dieser Sieg wichtiger, als Spurs zu schlagen. Es ging um die Rechtfertigung einer Idee nach der United-Niederlage.

Das wurde durch den extremen Kontrast zwischen den Teams nur noch verschärft. Es war schwierig, dieses stark defensive Spurs-Team mit Antonio Contes Juventus 2011-14 in Einklang zu bringen, der die Art von Pressing bot, über die Guardiola selbst geschnurrt hätte.

Dies war viel näher an Jose Mourinhos Spurs. Die Seite wurde zurückgeladen und griff immer nur als Reaktion auf das an, was Arsenal tat.

Wenn Arteta jetzt der idealistischste Manager in der Premier League ist – obwohl Roberto De Zerbi ihn jetzt in Brighton knapp führen könnte –, ist es fair zu fragen, ob Conte zunehmend pragmatisch und zunehmend kompromissbereit geworden ist.

Der Samstag zeigte einen echten Kontrast und vielleicht die Richtung, in die sich das Spiel entwickelt hat.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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