Sonntag, Januar 23, 2022
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Kalzium: Darmkrebs – So geht es der brasilianischen Legende Pele heute

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Pelé war einer der größten Spieler der Fußballgeschichte. Zuletzt musste der Brasilianer viel Zeit im Krankenhaus verbringen. Nun stellt sich heraus, wie kritisch sein Zustand ist. Pelé geht kaum aus.

JPelé blickt jeden Tag auf den Atlantik. Der beste Fußballer aller Zeiten verbringt die letzten Jahre seines Lebens im noblen brasilianischen Strandort Guarujá.

Seine Villa, die der 81-Jährige selten verlässt, liegt am eleganten, 1,8 Kilometer langen Strand Praia de Pernambuco. Pelé, einer der größten Sporthelden des letzten Jahrhunderts, leidet körperlich und seelisch, weil seine Krankenakte immer dichter wird. Pelé hat Darmkrebs.

Am 30. August 2021 begab sich der dreimalige Weltmeister zu einem jährlichen Check-up ins „Albert Einstein“-Krankenhaus in Sao Paulo, den er ein Jahr zuvor wegen der Pandemie abgesagt hatte. Das Geschwür wurde entdeckt und die Operation folgte fünf Tage später.

Es war kein einfacher Eingriff. Pelé verbrachte 30 Tage im Krankenhaus. Nach ihrer Entlassung im Oktober wurde die Therapie zu Hause in Guarujá fortgesetzt.

Am 8. Dezember musste Pele zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus zurückkehren. Er durfte erst am Tag vor Heiligabend abreisen. Im abschließenden medizinischen Bulletin heißt es: „Der Patient ist stabil und wird die Darmkrebsbehandlung fortsetzen.“ Also kämpft Pele weiter, um nicht an Krebs zu erkranken.

Vor Weihnachten wandte sich Pelé persönlich über Instagram an seine 7,9 Millionen Follower. Mit einem Foto neben dem Bett, aufrecht sitzend, linke und rechte Hände in einer kämpferischen und ermutigenden Pose geballt.

Sein Umfeld versucht alles, um Pele in der Öffentlichkeit fröhlich zu zeigen, immer gut gelaunt. Aber die Wahrheit ist anders. Pelé leidet. Das sieht man ihm auch im Gesicht an.

Dieser ist geprägt von den Schwierigkeiten der letzten Jahre, er ist blass. Im Laufe seiner Karriere hat Pele die Welt mit Tricks und Toren verzaubert. Sein Lachen war ansteckend und sorgte für gute Laune. 2016 heiratete er in dritter Ehe die 25 Jahre jüngere Marcia Aoki. Sie sind seit 2012 ein Paar.

Doch Pelés Gesundheitszustand verschlechtert sich seit Jahren. Sein bisher letzter öffentlicher Auftritt war im Mai 2019, als er in Sao Paulo den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama (60) traf.

Einen Monat zuvor war er in Paris zu einem vom Hauptsponsor Hublot (Uhren) organisierten Treffen mit dem französischen Weltmeister Kylian Mbappé. Während der Europareise landete Pele wegen einer Nierenerkrankung im Krankenhaus, die Behandlung wurde nach der Rückkehr nach Brasilien in einem Krankenhaus in São Paulo fortgesetzt.

2014 musste Pele wegen einer Niereninfektion an die Dialysemaschine. Es wurde bekannt, dass seine Niere entfernt worden war, als er Spieler bei Cosmos New York war (von 1975 bis 1977). Im Jahr 2015 unterzog sich Pele auch einer Prostataoperation.

Er kämpft seit vielen Jahren mit den Spätfolgen seiner Karriere. 2012 bekam sie eine neue Hüfte und es gab Probleme bei der anschließenden Rehabilitation. Kurz darauf folgte eine Wirbelsäulenoperation. Pele, der seinen Gegnern einst schwindelig machte, kann seit sechs Jahren nicht mehr gut laufen.

2016 musste er die Einladung an das Nationale Olympische Komitee zurückgeben, das Feuer bei den Spielen in Rio de Janeiro zu entfachen. Bei der WM-Gruppenauslosung im Dezember 2017 in Moskau betrat Pelé die Bühne nur im Rollstuhl, weil er die langen Strecken im Kreml-Theater nicht auf Krücken zurücklegen konnte. Sechs Monate später war er nicht mehr beim Turnier. Er verpasste erstmals seit 1958 wieder eine Weltmeisterschaft.

Pelé geht heute kaum noch aus. Alle Krankheiten setzten ihm auch seelisch zu. Auch langjährige Kameraden berichten: Pele fragt sich oft, wie viel Zeit ihm noch zu leben bleibt.

Zumal immer mehr Menschen aus seinem persönlichen Umfeld gestorben sind. Am Tag von Santos verstarb sein ehemaliger Teamkollege Dorval (†86) aus seiner Glanzzeit beim FC Santos. Im März 2020 verlor er seinen Bruder Zoca im Alter von 77 Jahren an Prostatakrebs.

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