Freitag, Juni 24, 2022
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Leichtathletik im Finale: Mihambo und Lückenkemper im Rampenlicht

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Stars wie Speerwerfer Johannes Vetter werden bei den Titelkämpfen in Berlin fehlen. Stattdessen sollte auch Weitspringerin Malaika Mihambo für ein Highlight sorgen.

Es fehlen Weltmeister Johannes Vetter, die WM-Dritte Konstanze Klosterhalfen und auch Europameisterin Gesa Krause fehlt. Bei Speerwerfer (Schulterverletzung), Mittelstreckenläufer (Scheitelentzündung) und Hindernisläufer (Infektion) verlieren die nationalen Titelkämpfe der Leichtathleten in der Endrunde im Rahmen der Finals etwas an Glanz Berlin, aber es wird in einigen Disziplinen noch spannend.

Und es wird auch tolle Shows geben. Dafür sind nun vor allem Weitsprung-Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Europameisterin Malaika Mihambo und die wiedererstarkte Sprinterin Gina Lückenkemper verantwortlich. Mihambo ist der meistausgezeichnete Titelverteidiger bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften.

Mit 7,09 Metern zum Saisonstart unterstrich er seine Klasse in nur vier Wochen in einem schwierigen Jahr mit der Weltmeisterschaft (vom 15. bis 24. Juli in Eugene/Oregon) und der Europameisterschaft (vom 15. bis 21. August in Monk) .

Lückenkemper, die vor vier Jahren bei der EM in Berlin mit dem Gewinn von Bronze und zwei Punkten unter der magischen Elf-Sekunden-Marke eine ihrer größten Leistungen hatte, hatte zuletzt mit Verletzungen und eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten zu kämpfen.

Sie war die einzige Deutsche, die die Norm (11,15 Sekunden) für einen Einzelstart bei der Weltmeisterschaft brach. Für ihre Kolleginnen geht es bei den Titelkämpfen in Berlin – wie vielen anderen Athletinnen auch – noch um Tickets für die beiden Saisonhöhepunkte in Eugene und München.

Eine von ihnen ist Alexandra Burghardt, die mit ihrem Debüt bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer als Sprinterin und nur ein halbes Jahr später im Winter in Peking als Bob-Anschieberin für Furore sorgte.

Beim Diskuswurf der Damen kommt es zu einem wahren Showdown um die internationalen Spitzenplätze. In keiner anderen Disziplin sind Tickets so konkurrenzfähig. Die Olympia-Zweite Kristin Pudenz, die mehrfache Medaillengewinnerin bei den Shanice Craft European Championships, die Olympia-Achte Marike Steinacker und die Olympia-Neunte Claudine Vita haben die Norm von 63,50 Meter bereits überschritten. Drei weitere Athleten haben die EM-Norm von 60,50 Meter in der Tasche.

Weniger Brisanz als sonst ist im Stabhochsprung der Männer zu erwarten. Bisher hat in dieser Outdoor-Saison nur der WM-Vierte Bo Kanda Lita Baehre die für die WM geforderten 5,80 Meter geschafft. Oleg Zernikel ist es in der Hallensaison und damit auch in der geforderten Qualifikationszeit gelungen. Die Meister der vergangenen zwei Jahre dürften den Titel wohl unter sich entscheiden.

Der dritte Startplatz der Deutschen Weltmeisterschaft und der Europameisterschaft ist vakant und die Zeiten, in denen viele Springer teilnehmen konnten, sind vorbei. Torben Blech kann derzeit seine persönliche Bestzeit von 5,80 Metern nicht mehr erreichen und der ehemalige Weltmeister und Olympia-Dritte Raphael Holzdeppe sucht noch immer nach alter Form.

Auch Hochspringer Mateusz Przybylko wird bessere Tage vor Augen haben, wenn er als Lückenkemper an den Ort seines größten Triumphs zurückkehrt. Vor vier Jahren wurde er in Berlin Europameister und flog locker über 2,35 Meter. In diesem Jahr liegt er noch sieben Zentimeter unter der WM-Norm (2,33 Meter) und vier unter der EM-Norm (2,30 Meter). Doch die Leistungsfähigkeit sei nach gesundheitlichen und psychischen Problemen zurückgekehrt, sagt sein Trainer Hans-Jörg Thomaskamp: „Es fehlt an Sicherheit, nicht an Form.“

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