Freitag, Januar 21, 2022
StartSPORTNach einer schwachen ersten Halbzeit gewinnt das DHB-Team den EM-Auftakt gegen Weißrussland

Nach einer schwachen ersten Halbzeit gewinnt das DHB-Team den EM-Auftakt gegen Weißrussland

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Startsieg der deutschen Mannschaft bei der Handball-Europameisterschaft. Der Auftakt des Turniers gelingt gegen Weißrussland. Am Sonntag steht das nächste Spiel gegen Österreich an.

Die neu formierten deutschen Handballer haben sich mit einem hart erarbeiteten Erfolg in die Europameisterschaft gekämpft. Das junge Team von Bundestrainer Alfred Gislason schlug Weißrussland in seinem ersten Spiel am Freitagabend nach großen Anfangsschwierigkeiten mit 33:29 (17:18). Die besten Werfer der deutschen Mannschaft waren Kai Häfner und Marcel Schiller mit jeweils acht Treffern. Vor dem zweiten Vorrundenspiel am Sonntag (18 Uhr im Liveticker auf theaktuellenews) gegen Österreich ist die DHB-Auswahl dank des gelungenen Auftakts auf Hauptrundenkurs.

Zu Beginn lief vor 1291 Zuschauern in Bratislava jedoch fast nichts nach Plan. Statt den erfahrenen Andreas Wolff zu holen, setzte Gislason zunächst auf Turnier-Neuzugang Till Klimpke im Tor, was sich aber überhaupt nicht auszahlte. Der 23-Jährige von der HSG Wetzlar hielt in der Anfangsphase keinen Ball. Auch deshalb lag die DHB-Auswahl nach einer frühen 2:1-Führung in der elften Minute plötzlich 2:7 zurück. Und Gislason reagierte prompt: Wolff kam früher als geplant auf die Platte, auch der schwache Sebastian Heymann musste zunächst weichen.

Schon jetzt stand fest, dass einige Neuzugänge im deutschen Kader ihr erstes EM-Spiel bestreiten würden. Wie sie sich im Ernstfall verhalten würden, zeigte sich erst auf dem Feld. Erst nach den teils hochnervösen Anfangsminuten steigerte sich Gislasons Umbruchmannschaft. Mit den Europameistern von 2016 Wolff und Julius Kühn gewann die DHB-Auswahl an Stabilität und Erfahrung. Das Ergebnis: Nach 21 Minuten lagen sie 11:10 in Führung, doch zur Pause lagen die abgezockten Weißrussen wieder vorne. Das Spiel blieb zunächst eine Achterbahnfahrt.

„Wir müssen in der Abwehr viel kompakter stehen, aggressiver werden“, sagte Teammanager Oliver Roggisch zur Halbzeit in der ARD. „Weitere Hilfe, die muss jetzt kommen. Die Torhüter werden jetzt auch kommen.“ Immerhin verbesserte sich Routinier Wolff tatsächlich ein wenig, aber auch der 30-Jährige hatte nicht seinen besten Tag. Trotzdem war die DHB-Auswahl besser. Das lag zum einen daran, dass das gefürchtete Rotationsspiel der Weißrussen um ihren Weltklassespieler Artsem Karalek in der ersten Halbzeit nicht ganz so gut funktionierte. Auf der anderen Seite nutzte das deutsche Team seine Chancen nun konsequenter.

Zumindest anfangs. Denn obwohl auch die Weißrussen immer mehr an Kondition verloren, konnte sich Gislasons Team zunächst nicht nennenswert absetzen. Wie gewohnt trottete der Isländer am Seitenrand entlang, machte mal lautstark seinem Frust Luft, mal nervös kaute er an den Fingernägeln. Auch erfahrenere Spieler wie Timo Kastening ließen die Spannung nicht los und verpassten am Ende einige der besten Gelegenheiten. Deshalb fand der Trainer erst spät im Spiel so richtig Ruhe. Dann setzte sich die DHB-Auswahl durch. Und am Ende war die Grundlage für den angestrebten Einzug in die Hauptrunde hochverdient.

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