Montag, Januar 30, 2023
StartSPORTNach Ende des Supports von Microsoft: Millionen unsicherer Windows-Computer online

Nach Ende des Supports von Microsoft: Millionen unsicherer Windows-Computer online

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Windows 7- und 8.1-Systeme erhalten keine Sicherheitsupdates mehr: Millionen Computer werden zu „Zeitbomben“. Und der Support für Windows 10 endet bald.

Mittlerweile sind sogar Windows-8.1-Rechner veraltet: „Microsoft wird nach dem 10. Januar 2023 keine Sicherheitsupdates oder technischen Support mehr für Windows 8.1 bereitstellen“, heißt es auf der Microsoft-Website. Einige Benutzer können ihr Gerät möglicherweise immer noch auf eine neuere Version von Windows aktualisieren, aber die meisten dieser Geräte erfüllen nicht die Hardwareanforderungen für diesen Schritt.

Selbst für Computer, auf denen noch das alte Windows 7 läuft, gibt es bis heute keinen Support. Bisher konnten sich Unternehmen und Behörden eine Schonfrist erkaufen und Sicherheitsupdates für Windows 7 verlängern, auch diese ist beendet.

Allerdings stecken viele Nutzer noch immer auf ihren riskanten Altsystemen fest: Laut Daten des Statistikportals Statcounter lief das alte Windows 7 im Dezember noch auf etwa jedem zehnten Windows-Rechner weltweit etwas besser. Aber auch hierzulande gibt es Berechnungen, die Sicherheitssoftwarefirma ESET hat immer noch 1,7 Millionen private Computer mit Windows 7.

Zusammen mit den anderen Betriebssystemen Windows 8 und XP, die nicht mehr unterstützt werden, sind in deutschen Privathaushalten fast drei Millionen unsichere Geräte im Einsatz.

Für Computernutzer kann das fatale Folgen haben, warnt IT-Experte Christian Lueg vom Sicherheitssoftware-Unternehmen ESET im Gespräch mit ZDFheute: Veraltete Betriebssysteme ohne Sicherheitsupdates sind „Zeitbomben“. Viele Nutzer haben das Risiko unterschätzt: Schon einfaches Surfen im Internet kann gefährlich werden:

Online-Banking und sogar jeder Login auf einer Website mit Passwort würden zu einem unkalkulierbaren Risiko.

Das Problem: In Betriebssystemen und Software werden ständig neue Sicherheitslücken entdeckt. Allein für das Jahr 2021 zeigt der Sicherheitsbericht von Microsoft fast 1.300 Sicherheitslücken in Produkten. Bei veralteten Systemen werden diese Sicherheitslücken nicht mehr dokumentiert und schon gar nicht mehr gefüllt. Kriminelle machen sich das gerne zunutze: In Hackerforen würden sich solche Schwachstellen sofort herumsprechen, erklärt Lueg.

Nicht nur private Computer würden gekapert: Hacker hätten solche ungefüllten Sicherheitslücken schon häufiger ausgenutzt, ganze Parkhäuser seien schon so manipuliert, dass sich die Schranken nicht mehr öffnen und schließen, so Lueg. „Krankenhäuser sind auch so lahmgelegt worden, was dann lebensbedrohlich sein kann.“

So lästig und mitunter teuer es auch sein mag: IT-Sicherheitsexperten empfehlen, nur aktuelle Betriebssysteme zu verwenden, die ständig aktualisiert werden. Dasselbe gilt für Software – es ist am besten, die automatische Update-Funktion einzuschalten, wenn sie verfügbar ist.

Und manchmal kommt das Systemende des Supports früher als Sie denken. Microsoft hat Ende Dezember angekündigt, dass es bereits im Herbst 2025 keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10 geben soll. Systeme, die die entsprechenden Hardwarevoraussetzungen erfüllen, können kostenlos auf Windows 11 upgraden.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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