Sonntag, Oktober 17, 2021
StartSPORT"Unglaublich" - Streichs scharfe Kritik an der Newcastle-Übernahme

„Unglaublich“ – Streichs scharfe Kritik an der Newcastle-Übernahme

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Der Verkauf von Newcastle United an ein Konsortium mit saudischer Beteiligung sorgt weiterhin für Diskussionen. Jetzt springt Christian Streich ein. Freiburgs Trainer sieht „jedes Maß übertroffen“. Stattdessen plädiert er für die Bundesliga.

Christian Streich drückt sich gerne aus. Zur politischen Situation in Deutschland sowie zu seinem SC Freiburg oder zu Dingen, die ihm im Fußball grundsätzlich nicht passen. Dazu gehört die Übernahme des englischen Klubs Newcastle United durch ein Konsortium mit saudischer Beteiligung, wie Streich am Donnerstag klarstellte.

„Im Fußball passieren immer wieder Dinge, die alle Grenzen überschritten haben. In diesem Fall ist es unglaublich, wer an diesem Konsortium beteiligt ist“, sagte der 56-Jährige. Es sei bekannt, dass dem Konsortium Personen angehören, „die in schwere Menschenrechtsverletzungen verwickelt waren“, fügte Streich hinzu. „Ich muss sagen, wenn Leute damit ein Problem haben, dann kann ich mich zu diesen Leuten zählen.“

Die englische Premier League hatte der Übernahme zugestimmt, weil der Verein aus ihrer Sicht nicht unter der Kontrolle Saudi-Arabiens steht. Der saudi-arabische öffentliche Investmentfonds soll 80 Prozent des Konsortiums halten und ist nun Mehrheitseigentümer des Vereins. Zudem ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, der einflussreichste Mann im Fonds.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete den Deal als „extrem schweren Schlag für Menschenrechtsverteidiger“ und forderte ein Treffen mit Vertretern der Premier League, um Änderungen an den Tests für Clubbesitzer zu besprechen. Die Liga sieht den Fonds als „vom Staat getrennt“, was bedeutet, dass eine Übernahme aus ihrer Sicht zulässig war.

Streich hat dafür kein Verständnis und plädierte stattdessen für die Bundesliga. „Ich denke, die Bundesliga ist immer noch attraktiv und wir können nicht alles mitmachen, was in anderen Ligen, zum Beispiel in England, gemacht wird“, sagte er. „Wer nicht mehr so ​​gut funktioniert, obwohl er eine lange Tradition hat, spielt nicht mehr in der Bundesliga. Für mich ist das Konkurrenz. „

In diesem trifft er mit dem SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf RB Leipzig. Es wird die Bundesliga-Premiere im neuen Europa-Park-Stadion für die Breisgauer, die nach dem besten Saisonauftakt der Vereinsgeschichte aktuell der einzige ungeschlagene Bundesligist sind. „Ich hoffe sehr, dass Sie sich nicht von Dingen blenden lassen, die etwas neuer und schicker erscheinen“, sagte Streich.

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