Sonntag, Oktober 17, 2021
StartSPORTUnruhen beim FC Bayern Die kuriose Geschichte hinter Hernández' Haftstrafe

Unruhen beim FC Bayern Die kuriose Geschichte hinter Hernández‘ Haftstrafe

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Muss Bayern-Fußballweltmeister Lucas Hernández wirklich ins Gefängnis? Die Aussetzung einer Strafe wurde bisher vom Gericht abgelehnt. Die Hoffnung von Hernández ruht auf einer höheren Autorität.

Am Dienstag zeigte sich Lucas Hernández bei seiner Rückkehr nach München als stolzer Nations-League-Sieger, einen Tag später holte ihn ein Gerichtsurteil aus dem Jahr 2019 ein: Ein spanisches Gericht ordnete am Mittwoch die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe gegen den Weltmeister an. Die beantragte Aussetzung wurde abgelehnt.

Der 25-Jährige vom FC Bayern verstieß 2017 gegen ein Kontakt- und Kontaktverbot für seine Freundin, mit der er nach der Versöhnung nun verheiratet ist. Der Franzose spielte damals noch für Atlético Madrid. Das 32. Strafgericht in Madrid hat am Mittwoch entschieden, dass Hernandez am 19. Oktober dort erscheinen und seine vor zwei Jahren verhängte sechsmonatige Haftstrafe innerhalb von zehn Tagen in einem Gefängnis seiner Wahl antreten muss. Gegen die Vollstreckung wurde nach einer gerichtlichen Mitteilung Berufung eingelegt.

Der Fall ist zumindest kurios: 2017 wurde sowohl dem Profi als auch seiner damaligen Freundin und jetzigen Ehefrau Amelia de la O. wegen eines körperlichen Streits der gegenseitige Kontakt und 31 Tage Sozialarbeit verboten. Nach Angaben des Gerichts verstieß das Paar gegen das Kontaktverbot, indem es sich versöhnte und einige Monate später nach Miami flog, wo Medienberichten zufolge verheiratet waren.

Hernández wurde deshalb nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub kurzzeitig am Flughafen Madrid festgenommen, das Kontrollsystem funktionierte. 2019 wurde der Profi vom 35. Strafgericht in Madrid zu sechs Monaten Haft verurteilt. Dies soll nun durchgeführt werden. Seine Freundin hatte Glück, denn bei ihrer Rückkehr in die Heimat schrieb die Süddeutsche Zeitung, „das Urteil mit dem sechsmonatigen Kontaktverbot mit Hernández sei noch nicht offiziell zugestellt worden“. Nach der Geburt ihres Kindes im Jahr 2018 galt das Verbot nicht mehr.

Der FC Bayern München äußerte sich am Mittwoch auf Anfrage des Sportinformationsdienstes nicht zum Rechtsfall seines Profis. Sollte Hernandez die Vorladung annehmen, wäre er beim Champions-League-Auswärtsspiel des deutschen Rekordmeisters am 20. Oktober bei Benfica Lissabon definitiv raus.

Ob Hernández wirklich ins Gefängnis muss, ist nun offen. Seine Hoffnung liegt in der nächsthöheren Gerichtsinstanz. Es ist auch möglich, dass das Urteil innerhalb der Zehn-Tage-Frist zu Gunsten von Hernández umgewandelt wird.

Hernández nahm am Dienstag nach seiner Rückkehr aus der französischen Nationalmannschaft erstmals am Training der Bayern teil. Der 25-Jährige lächelte vor der Einheit auf einem Foto mit Teamkollege Corentin Tolisso. Mit Frankreich hatte Hernandez am Sonntag die Nations League durch einen 2:1-Sieg gegen Spanien gewonnen.

Hernández wechselte für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid zum FC Bayern. Es ist bis heute die teuerste Anschaffung der Bundesliga-Geschichte. Aufgrund von Verletzungen konnte Hernández die Erwartungen bisher nicht erfüllen.

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