Freitag, Februar 3, 2023
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Wahlkampf in Niedersachsen: Politiker wollen mehr Digitalisierung an Schulen

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Die Digitalisierung in den Schulen schreitet langsam voran, auch in Niedersachsen. Im Kommunalwahlkampf werben Parteien mit dem Thema. Aber können sie ihre Versprechen halten?

Auch mehr als zwei Jahre nach der Corona-Pandemie sind die Schulen noch immer nicht optimal für einen digital gestützten Unterricht gerüstet. Es gibt keine Ausrüstung für Lehrer. Ein suboptimales WLAN für den Unterricht ist eigentlich ein Dauerproblem an vielen Schulen. Schnelles Internet: keine.

Auch fehlt es an IT-Fachkräften zur Unterstützung des Unterrichts. Es gibt zu wenige, die Lehrern helfen können, wenn sie Probleme mit technischen Geräten haben. Wenn die niedersächsische SPD mit Ministerpräsident Stephan Weil als Zielscheibe der Landtagswahl am 9. Oktober fordert, dass alle Erstklässler mit Tablets ausgestattet werden, dann sollte jemand diese Geräte behalten. Aber genau da fehlt es.

Bildungsexperten halten dies für sehr unwahrscheinlich. Der Philologenverband bemängelt, dass nur etwa 25 % der Schulen Hilfe von professionellen Administratoren erhalten.

Für alle Parteien steht das Thema Digitalisierung auf der Agenda der Landtagswahl. Für die FDP ist klar, dass die Große Koalition in Niedersachsen Fortschritte bei der Digitalisierung verloren hat. „Im europäischen Vergleich sind wir ein Entwicklungsland“, sagt Spitzenkandidat Stefan Birkner.

Nicht einmal jede dritte Schule hat einen Glasfaseranschluss. Die Oppositionspartei fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung: Bis 2025 soll es in Niedersachsen einen flächendeckenden Glasfaseranschluss geben. Außerdem muss ein Digitalministerium geschaffen werden. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hatte bereits ein eigenständiges Digitalministerium gefordert. Er verantwortet in der aktuellen Landesregierung die Bereiche Digitalisierung sowie Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Seit 2019 gibt es einen Digitalpakt zwischen Bund und Ländern. In Niedersachsen beispielsweise wurden bisher nur 23 Millionen Euro für den Digitalen Basispakt ausgegeben, das sind knapp fünf Prozent der insgesamt 470 Millionen, die das Land zuweist. Lass uns weitermachen, wir können es besser machen.

Schulen beschweren sich, dass die Fragen so kompliziert sind. Die Verfahren zur Bewilligung der Mittel dauern zu lange. In diesem Fall ist es dringend erforderlich, die bürokratischen Hürden zu beseitigen. Bürokratie ist wohl einer der Hauptgründe für die langsam voranschreitende Digitalisierung im Land.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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