Donnerstag, Oktober 28, 2021
StartSPORTWM-Qualifikation gegen Rumänien dank Müller-Tor - DFB-Elf kämpft um den Sieg

WM-Qualifikation gegen Rumänien dank Müller-Tor – DFB-Elf kämpft um den Sieg

- Anzeige -


Das große Spektakel blieb aus, aber die Siegesserie unter Hansi Flick geht weiter. Joker Thomas Müller sorgt im vierten Spiel unter dem neuen Bundestrainer für den vierten Sieg.

Als Super-Joker bescherte Thomas Müller der jungen deutschen Nationalmannschaft einen Willenssieg. Nach seiner Einwechslung beim 2:1 (0:1) gegen Rumänien belohnte der Bayern-Spitzenreiter die nicht enden wollenden Offensivbemühungen der Auswahl von Bundestrainer Hansi Flick, der auch im vierten Spiel siegreich war. Im Hamburger Volksparkstadion kämpften die DFB-Kicker trotz großer Moral um eine Hälfte – verfielen aber zur Freude der 25.000 Zuschauer nie in die bekannte Lethargie. Damit steht die WM 2022 in Katar kurz bevor.

Hansi Flick nach dem Spiel: „Wir wussten, dass Rumänien gut verteidigen kann und gute Fußballer hat. Wir hatten beim 1:0 keine gute Position. Wir haben das Tempo über 90 Minuten gehalten. Wir wollten unbedingt gewinnen.“ das Spiel. Es ist Teil der Entwicklung, ein Spiel, das nicht gut läuft, mit Enthusiasmus zu beenden. Die Mannschaft hat gekämpft, nie aufgegeben und selbstbewusst gespielt.“

Serge Gnabry (52.) mit seinem 20. Länderspieltor und Müller (81.) mit seinem 40. DFB-Tor drehten die Party nach dem frühen Tor des jungen Ianis Hagi (9.), der die DFB-Abwehr sehr zum Missfallen des Bundestrainers täuschen ließ . Das erste Ziel seiner Amtszeit dürfte Flick sein, mit seinen hochengagierten, aber oft fahrigen Spielern, die Chancen fahrlässig nutzen, ausgiebig zu diskutieren.

Mit nun 18 Punkten reist die DFB-Auswahl als souveräner Tabellenführer der Qualifikationsgruppe J nach Skopje, wo am Montag die Revanche gegen Nordmazedonien ansteht. Im Idealfall kann Deutschland dort ein WM-Ticket kaufen. Die Hinspielniederlage unter Flicks Vorgänger Joachim Löw wäre dann nur noch ein Makel.

Flick will attraktiven und inspirierenden Fußball sehen. Doch bis die deutsche Auswahl den Traum des Bundestrainers verinnerlicht hat, ist es noch ein weiter Weg. Auch wenn die DFB-Auswahl Engagement, Willen und Leidenschaft zeigte, bekam der ehemalige Titelsammler des FC Bayern gegen die Nummer 42 der Welt einige Schwächen seines Teams vorzuweisen. Ungenaues Passspiel in der Offensive, dazu fragwürdiges Wackeln in der Defensive – und das gegen einen Gegner, der nicht zu den Schwergewichten des Weltfußballs zählt. Die Rumänen stellten die deutsche Mannschaft bei manchen Wechseln vor mehr Probleme, als es Flick lieb gewesen wäre.

Es begann atmosphärisch. 25.000 Zuschauer im nicht fußballverwöhnten Hamburg sorgten für den entsprechenden Rahmen und hätten fast jubeln können. Doch der Video-Schiedsrichter widersprach – und das zu Recht. Nachdem Andrei Burca Timo Werner leicht berührte, zeigte der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir auf den Punkt (5.), musste aber nach dem Studium der Bilder die Entscheidung erneut einkassieren.

Statt des frühen Führungstreffers gab es dann direkt den Stimmungsdämpfer. Hagi, Sohn des berühmten rumänischen Rekordtorschützen Gheorghe Hagi, schlug Thilo Kehrer und mit einem Beinschuss gegen Antonio Rüdiger und erzielte aus halbrechtser Position eine überraschende Führung.

Auch Torwart Marc-André ter Stegen, der den an den Adduktoren verletzten Kapitän Manuel Neuer vertrat, konnte den ersten Treffer der Flick-Ära nicht verhindern. Ein weiterer bitterer Moment im DFB-Trikot für den ehemaligen Gladbacher Keeper. In der Hierarchie kann der ewige Kronprinz Neuer nicht ignorieren, noch konnte er in der Vergangenheit wirklich glänzen. Bei der bislang einzigen Niederlage in der aktuellen WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien hatte auch Ter Stegen Pech im Tor.

Es war eine undankbare Aufgabe für den Keeper. Er hatte kaum Chancen, sich zu profilieren. Zudem erlaubte die sprunghafte Abwehr mit Rüdiger und Niklas Süle in der Innenverteidigung knifflige Szenen. Ein abgefälschter Schuss von George Puscas hätte den viermaligen Weltmeister noch weiter in Rückstand bringen können (10.).

Die Anstrengung war der deutschen Mannschaft nicht zu versagen. Doch gerade in den ersten 45 Minuten fehlte der Schlusspass, sodass der Außenseiter kaum in Schwierigkeiten war. Gnabry mit einem Schuss im Liegen (17.) und einem Kopfball (24.), dazu ein Vollschuss von Marco Reus aus spitzem Winkel (33.) – mehr hatte Rumäniens Torwart Florin Nita nicht zu entschärfen. Kein Wunder, dass Flick mit den Händen in der Jackentasche in der Trainerzone sichtlich angespannt war.

Daran änderte sich auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts. Wieder war ein Gegenangriff dringend nötig, mit zwei Pässen war die deutsche Verteidigung untergraben. Puscas verpasste erneut das zweite Tor (48.).

Funktioniert der entscheidende Pass nicht, muss ein Distanzschuss erfolgen. Gnabry beachtete das und traf aus halbrechtser Position zum Ausgleich. Der Treffer war auch ein Signal. Der Druck der deutschen Mannschaft stieg, das Pressing wurde konstanter, die Chancen besser – wie bei Reus aus kurzer Distanz (58.).

Flick wollte die drei Punkte und zog in der 68. Minute mit Thomas Müller und Kai Havertz seinen nächsten Joker. Müller, der in München unter Flick zu alter Stärke gefunden hatte, trat nach seiner Verletzung im letzten Länderspielblock erstmals in die neue Ära ein – und avancierte zum Matchwinner, als er nach einem Kopfball von Leon Goretzka dort war. Zuvor hatten Sané (72. und 77.) und Havertz (75.) gute Chancen verpasst, auf der anderen Seite sorgten Puscas (74.) und Nicolae Stanciu (80.) für erhöhte Pulsschläge.

Torschütze Gnabry: „Je früher wir uns qualifizieren, desto besser. Das war heute ein großer Schritt. Jetzt wollen wir am Montag klarstellen.“

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare