Sonntag, August 14, 2022
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ZDF-Dokumentation „Utopia“: Was Sie über das Silicon Valley wissen müssen

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Einige Männer im Silicon Valley basteln an der Zukunft, die sie für uns haben. Ohne Mandat, ohne Kontrolle. In „Utopia“ versuchen wir zu verstehen, was sie mit uns vorhaben.

„It was not easy to get an interview from the Silicon Valley Guru“ – hinter diesem kurzen Satz in „Utopia – Verrückte Visionen im Silicon Valley“ verbirgt sich ein Drama, typisch für das Tal, das derzeit den Lauf der Menschheit bestimmt.

Jaron Lanier hat auf E-Mails an seine Privatadresse, die wir seit 2014 haben, nicht geantwortet. Für seinen Social-Media-kritischen Bestseller hat er den „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“ gewonnen. Als schließlich eine Antwort kam (von ihm selbst!), war sie mit unmöglichen Bedingungen gespickt:

Inakzeptabel! Andererseits: Um zu verstehen, was die großen Multis im Valley machen, was Mark Zuckerberg mit „Metaverse“ macht, warum Elon Musk künstliche Intelligenz fürchtet und sie gleichzeitig vorantreibt, für all diese breiten Linien brauchten wir das Menschenweisheit, die den Begriff und die Technologie für „Virtual Reality“ vor fast vierzig Jahren erfand, noch bevor es das Internet gab.

Shuffle nähert sich, die Tür öffnet sich. Die massige Gestalt des Genies erscheint, ein meterlanger Rasta kräuselt sich um seinen Kopf, wache und skeptische Augen starren uns streng über die Maske hinweg an. „Guten Morgen, Herr Lanier. Wir sind wegen des Vorstellungsgesprächs hier. Wo führen wir es durch?“. „Genau hier!“ sagt er und zeigt auf den Treppenabsatz. „Ein bisschen eng“, sage ich erschrocken.

„Dann eben nicht.“ Die Tür schlägt zu. Das ging schneller, als diese Zeilen zu lesen. Und es war der Moment, in dem Renè „Utopia“ rettete: „Lass es uns versuchen!“. Wir klemmen das Stativ in die Büsche, stellen einen großen Behälter mit leuchtend blauen Blumen auf den Thron des Gurus, läuten erneut die Glocke. Die Tür öffnet sich wieder. „Okay“, knurrt unser Gastgeber.

Es ist zu einem unverzichtbaren Gespräch geworden. Man braucht einen Lanier – Denker, Philosoph, brillanten Musiker, Ingenieur und Autor – und sei es nur, um zu verstehen, was vor sich geht. Sie besteht darauf, dass die Zukunft menschlich, menschlich ist. Er kennt die Schöpfer des Tals, sie haben von ihm gelernt. Vielen traut er nicht.

„Ich hoffe, dass Facebook nicht zu einer bestimmenden Kraft im Metaverse wird“, sagt er.

Mehr als einmal zittern wir während Dreharbeiten und während Interviews. Wir begegnen Chips, von denen Drähte bis ins Gehirn führen: Verbindungen zum Internet.

Ein Google-Gründer hat tausende Flugtaxis gebaut, die über unsere unbemannten Städte schwirren – weltweit noch verboten, aber bald Realität. Elon Musk will eine Million Menschen auf den Mars umsiedeln. Für Zuckerberg sind wir dazu bestimmt, den größten Teil unseres Lebens im Metaverse zu verbringen, einem Virtual-Reality-Internet, das unsere Haut, Haare und Emotionen verschlingt. All diese Dinge sind bereits im Gange.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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