Mittwoch, Oktober 20, 2021
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Zivilprozess gegen Cristiano Ronaldo sollte eingestellt werden

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In einem Hotel in Las Vegas soll Cristiano Ronaldo das Ex-Model Kathryn Mayorga vergewaltigt haben. Der Superstar bestreitet die Vorwürfe, eine strafrechtliche Untersuchungshaft wurde bereits angeordnet. Nun soll auf Empfehlung eines US-Richters auch der Zivilprozess beendet werden.

Das dunkelste Kapitel in der Karriere von Cristiano Ronaldo könnte zu Ende gehen. Der US-Richter Daniel Albregts hat dem zuständigen Richter in Las Vegas empfohlen, das Zivilverfahren gegen den 36-jährigen Superstar wegen Vergewaltigung einzustellen. Damit folgt er Ronaldos Forderung.

In dem seit mehreren Jahren laufenden Prozess geht es um die Vorwürfe des Ex-Models Kathryn Mayorga, die im Sommer 2009 von Ronaldo in einem Hotelzimmer in Las Vegas sexuell missbraucht worden sein soll. Mayorga erstattete Anzeige bei der Polizei unter die Zeit. Nun fordern sie und ihre Anwälte rund 173 Millionen Euro Schadensersatz wegen anhaltender psychischer Probleme.

Der Stürmer wies die Vorwürfe vehement zurück und sagte zuletzt 2018: „Ich weise die gegen mich erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das gegen alles geht, was ich bin und woran ich glaube.“

Dennoch einigten sich die beiden Parteien 2010 außergerichtlich auf eine Zahlung von knapp 325.000 Euro an Mayorga, wie Gerichtsdokumente später ergaben. Ronaldos Anwälte erklärten, sie hätten die Einigung erzielt, um „einen öffentlichen und kostspieligen Rechtsstreit zu vermeiden“.

Das Ex-Model bezeichnete die Zahlung hingegen als eine Art Schweigegeld und wollte sie wegen ihrer damaligen Traumatisierung vor Gericht für ungültig erklären lassen. Das wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht passieren.

Richter Albregts begründete seine Entscheidung damit, dass Leslie Stovall, Anwalt von Mayorga, seine Beschwerde auf vertrauliche Dokumente gestützt habe, die nicht hätten verwendet werden dürfen. Dabei soll es sich um Mitteilungen zwischen dem Portugiesen und seinen Anwälten gehandelt haben, die im Rahmen der „Football Leaks“ öffentlich gemacht wurden.

„Die Klage wegen des unangemessenen Verhaltens Ihres Anwalts abzuweisen, ist eine harte Konsequenz“, sagte Albregts, der keine andere Möglichkeit sieht, da das Vorgehen des Anwalts „weitreichende, gefährliche Folgen für die Legitimität des Gerichtsverfahrens haben könnte“.

Peter S. Christiansen, Anwalt des Star-Stürmers, begrüßte die Entscheidung: „Wir freuen uns über die gründliche Prüfung dieser Angelegenheit und die Bereitschaft des Gerichts, das Gesetz gerecht an den Sachverhalt anzulegen, und empfehlen die Abweisung der Zivilklage gegen Herrn Ronaldo. “

Eine strafrechtliche Untersuchungshaft wurde 2019 eingestellt, weil die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung Ronaldos für unwahrscheinlich hielt.

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