Sonntag, Oktober 17, 2021
StartTECHNOLOGIEAmerikaner mit „höherem Risiko“ für chronische Krankheiten nach ultra-verarbeiteter Ernährungsumstellung

Amerikaner mit „höherem Risiko“ für chronische Krankheiten nach ultra-verarbeiteter Ernährungsumstellung

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Laut einer neuen Studie hat sich die Ernährung des durchschnittlichen US-Bürgers immer mehr hin zu verarbeiteten Lebensmitteln verlagert.

Solche Lebensmittel sind mit einem höheren Risiko für mehrere chronische Krankheiten verbunden, und ein an der Forschung beteiligter Wissenschaftler glaubt, dass die erhöhte Aufnahme von hochverarbeiteten Lebensmitteln die Fettleibigkeit vorantreiben kann.

Verarbeitete Lebensmittel beziehen sich auf alle Lebensmittel, die ihren natürlichen Zustand verändert haben, beispielsweise durch Zugabe von Salz, Zucker oder anderen Substanzen.

Einige Lebensmittel werden stärker verarbeitet als andere und fallen daher in die Kategorie der ultra-verarbeiteten. Diese können Dinge wie künstliche Farb- oder Aromastoffe enthalten. Beispiele hierfür sind Tiefkühlgerichte, Fast Food und Erfrischungsgetränke, so die Harvard Medical School.

Untersuchungen haben ergeben, dass stark verarbeitete Lebensmittel mit Fettleibigkeit und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht werden. Eine Studie aus dem Jahr 2019 verglich beispielsweise die Auswirkungen einer hochverarbeiteten Ernährung mit einer unverarbeiteten von 20 Übergewichtigen, die in einer medizinischen Einrichtung blieben.

Die zweiwöchige Studie ergab, dass Teilnehmer, die mit der ultra-verarbeiteten Diät gefüttert wurden, pro Tag etwa 500 Kalorien mehr konsumierten als die unverarbeitete, und dass sie während der ultra-verarbeiteten Phase durchschnittlich zwei Pfund zunahmen, während diejenigen mit der unverarbeiteten Diät zwei verloren Pfund.

Jetzt wurde eine neue Peer-Review-Studie in der veröffentlicht American Journal of Clinical Nutrition hat herausgefunden, dass hochverarbeitete Lebensmittel auf dem Vormarsch zu sein scheinen.

Darin untersuchten die Forscher Daten von fast 41.000 Erwachsenen, die zwischen 2001 und 2018 an der National Health and Nutrition Examination Survey des Center for Disease Control and Prevention (CDC) teilgenommen haben.

Die Leute wurden gefragt, was sie am letzten Tag gegessen hatten, und die Lebensmittel wurden in minimal verarbeitete Lebensmittel wie Gemüse und Getreide eingeteilt; verarbeitete Zutaten wie Öl und Salz; verarbeitete Lebensmittel wie Fischkonserven und Käse; und ultra-verarbeitete Lebensmittel wie Tiefkühlpizza und Soda.

Sie fanden heraus, dass der Verbrauch von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln von 53,5 Prozent der Kalorien im Jahr 2001 auf 57 Prozent bis zum Ende der Studie um 2018 gestiegen ist, laut einer Pressemitteilung der New York University über EurekAlert! die Forschung skizzieren.

Sie fanden auch heraus, dass der Verzehr von Vollwertkost von 32,7 Prozent auf 27,4 Prozent der Kalorien zurückging, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Menschen weniger Fleisch und Milchprodukte zu sich nahmen.

Der Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln stieg in fast allen Gruppen unabhängig vom Einkommen, außer bei hispanischen Erwachsenen, die weniger hochverarbeitete Lebensmittel und mehr Vollwertkost aßen als nicht-hispanische weiße und schwarze Erwachsene.

Die Forscher empfahlen neue Richtlinien wie Vermarktungsbeschränkungen und erhöhte Steuern auf ultra-verarbeitete Lebensmittel, um den Konsum von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren, während sie gleichzeitig Richtlinien unterstützen, um Vollwertkost leichter zugänglich zu machen.

Filippa Juul, Assistenzprofessorin an der New York University School of Public Health und Studienleiterin, sagte in einer Pressemitteilung, dass ein erhöhter Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln „ein Hauptgrund für die Fettleibigkeitsepidemie sein könnte“.

Juul fügte hinzu: „Die Gesamtzusammensetzung der durchschnittlichen US-Ernährung hat sich in Richtung einer stärker verarbeiteten Ernährung verschoben. Dies ist besorgniserregend, da der Verzehr von mehr hochverarbeiteten Lebensmitteln mit einer schlechten Ernährungsqualität und einem höheren Risiko für mehrere chronische Krankheiten verbunden ist.“

„Die Ernährungswissenschaft konzentriert sich tendenziell auf den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln und hat die gesundheitlichen Auswirkungen der industriellen Lebensmittelverarbeitung in der Vergangenheit ignoriert.“

Die neue Studie kommt, da Bundesbehörden Druck auf Lebensmittelunternehmen ausüben, die Natriummenge in Produkten wie Müsli und Chips zu reduzieren.

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