Mittwoch, Oktober 27, 2021
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ANC Ohrhörer für 100 Euro Nothing Ear (1) sind nicht nur Hingucker

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Die kabellosen ANC-Ohrhörer Nothing Ear (1) sind keine technische Revolution. Aber mit außergewöhnlichem Design, gutem Klang und aktiver Geräuschunterdrückung bieten sie ein sehr attraktives Gesamtpaket zu einem nahezu unschlagbaren Preis.

Die kabellosen Nothing Ear (1)-Ohrhörer wurden schon lange vor ihrer Markteinführung Ende Juli in kleinen Stücken in den sozialen Netzwerken vorgestellt und zogen damit eine außergewöhnlich hohe Aufmerksamkeit für einen Newcomer auf sich. Aber so verwunderlich ist es nicht, wenn man das weiß Carl Pei Dahinter steckt, der mit einem ähnlichen Marketing-Trick das ebenfalls von ihm gegründete Smartphone-Unternehmen OnePlus ins Rampenlicht gerückt hat. Andere Größen der Tech-Szene haben ebenfalls investiert, darunter Casey Neistat.

Der Hype war auch nicht ganz unbegründet, denn Pei lieferte vor vier Jahren ab. Das OnePlus 5 war nicht ganz so überragend wie erwartet. Aber es bot starke Technologie mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und fast genauso verhält es sich mit dem Nothing Ear (1), den The Aktuelle News ausprobiert hat, der für 99 Euro günstig ist.

Das ganz besondere an den Ohrhörern ist ihr außergewöhnliches Design. Das gilt weniger für die Form des, die stark an Apple AirPods Pro erinnert. Die Nothing Ear (1) sind durch die Verwendung von transparentem Kunststoff, der einen Teil des Innenraums zeigt, ein Hingucker. Gleiches gilt für das ansonsten schlicht quadratische Ladecase. Die Verarbeitung ist hervorragend und die Ohrhörer sind nach IPX4 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt.

Ohrhörer und Box sehen nicht nur gut aus, sie haben auch noch einiges mehr zu bieten. Zunächst einmal sind die 4,7 Gramm schweren Heringe äußerst bequem und können problemlos mehrere Stunden getragen werden. Zudem schließt das Nothing Ear (1) mit dem passenden Silikonaufsatz sehr gut am Ohr an und dämpft passiv Außengeräusche recht gut.

Darüber hinaus bieten die Newcomer eine effektive aktive Geräuschunterdrückung (ANC). An die AirPods Pro oder andere ANC-Master in diesem Bereich kommen sie zwar nicht ganz heran, sind aber schon ziemlich nah dran an der Spitze. Auf jeden Fall lassen sich mit ihnen Zuglärm, Klimaanlage oder Verkehr auch bei leiserer Musik unter dem Fenster ausblenden. In der App können Sie zwischen zwei ANC-Stufen wählen.

Leider beeinflusst die Geräuschunterdrückung auch den Klang. Nicht das – typische – kaum wahrnehmbare Rauschen stört, sondern eine deutlich hörbare Bassverstärkung. Da das Nichts-Ohr (1) schon richtig tief geht, ist das etwas zu viel des Guten. Vielleicht hilft ein Update.

Ansonsten klingen die Ohrhörer auch ohne die Unterstützung von aptX oder einem anderen hochauflösenden Codec richtig gut. Wie bereits erwähnt, ist der Bass sehr druckvoll, lässt aber dennoch genügend Platz für die Mitten, um sich auszubreiten. Die Höhen sind angenehm klar, könnten aber etwas mehr ins Detail gehen. Insgesamt sind die Nothing Ear (1) nicht neutral, sondern eher warm und basslastig, obwohl die Grundeinstellung als ausgewogen beschrieben wird.

Aber das ist in Ordnung, viele Nutzer werden den Klang genießen und darum geht es. Wenn Sie dennoch etwas Neutraleres bevorzugen, hilft die App nicht viel. Man kann dort nur die Höhen betonen oder dem Bass noch mehr Wummer verpassen. Auch hier kann ein Update nicht schaden.

Die Touch-Bedienung hingegen lässt kaum Wünsche offen. Mit zwei oder drei Taps springen Sie hin und her oder pausieren die Wiedergabe. Um die Lautstärke zu ändern, wischen Sie nach oben oder unten. Hält man den Finger länger auf der Touchfläche, kann man zwischen den ANC-Stufen und einem Transparenzmodus wählen. Unterschiedliche Töne helfen bei der Unterscheidung.

Wenn Sie einen der Ohrhörer herausnehmen, pausiert die Wiedergabe und beginnt erneut, wenn sie zurückkommt. Es ist aber auch möglich, jeden Stecker einzeln zu verwenden. Schick: Wenn Sie es verloren haben, können Sie das Nothing Ear (1) mit einem Piepton in der Nähe von Bluetooth orten.

Mit rund vier Stunden Wiedergabe bei aktiviertem ANC ist die Ausdauer nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Wichtiger ist, dass das Ladecase über eine Reserve von 30 Stunden verfügt und die Ohrhörer in 10 Minuten ausreichend aufgeladen sind, um mit ANC fast eine Stunde durchzuhalten.

Ungewöhnlich für den Preis ist auch, dass die Transportbox induktiv (Qi) geladen werden kann. Allerdings fällt es mit 58,6 × 58,6 × 23,7 Millimetern recht groß aus.

Unterm Strich bietet das Nothing Ear für rund 100 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie klingen gut und haben so viele Extras wie nur deutlich teurere Ohrhörer. Zudem macht es sein außergewöhnliches Design zu etwas ganz Besonderem.



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