Sonntag, September 19, 2021
StartTECHNOLOGIEAuch keine gewalttätigen Inhalte "Unmännlich" Videospiele jetzt in China verboten

Auch keine gewalttätigen Inhalte "Unmännlich" Videospiele jetzt in China verboten

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Die Parteiführung in China ergreift drastische Maßnahmen, um einer angeblichen Verweichlichung der Gesellschaft ein Ende zu setzen: Obszöne, brutale und “unmännliche” Inhalte müssen aus Videospielen entfernt werden.

Aus Angst vor einer “weiblichen” Gesellschaft geht die chinesische Regierung rigoros gegen Videospielhersteller vor und verpflichtet sie, “unmännliche” Inhalte zu entfernen. „Obszöne und gewalttätige Inhalte sowie Inhalte, die ungesunde Tendenzen wie Geldanbetung und Feminisierung fördern, sollten entfernt werden“, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwochabend. Unternehmen, die gegen die neuen Vorschriften verstoßen, würden bestraft.

Hinter dem Arrangement verbirgt sich Experten zufolge die konservative, ältere Generation der Kommunistischen Partei, die von der androgynen Ästhetik der modernen Jugend- und Popkultur gestört ist. Aus diesem Grund geht Peking seit langem gegen solche Schönheitsideale vor und setzt sich für die Propagierung traditioneller Geschlechterrollen ein.

Bereits vor wenigen Tagen waren die chinesischen Fernsehsender angewiesen worden, sich gegen “abnorme Ästhetiken” wie “weibliche” Männer zu wehren und typisch männliche Darstellungen in ihre Programme aufzunehmen.

Die vorherrschende Wahrnehmung in Teilen der chinesischen Gesellschaft ist, dass “weibliche Männer körperlich schwach und emotional instabil sind”, sagt Professor Geng Song von der Universität Hongkong. Daraus folgt für die Parteiführung, dass “weibliche” Männer ihr Land nicht verteidigen können.

China ist der größte Spielemarkt der Welt. Tech-Giganten wie Tencent und Netease verdienen mit ihren Videospielen Millionen. Aber Peking hat in letzter Zeit gegen die Auswüchse der Spielkultur unter jungen Menschen hart vorgegangen – von der Sehschwäche bis zur Internetsucht.

Zuletzt hat die Regierung den Zugang zu Online-Spielen für Minderjährige drastisch eingeschränkt. Kinder und Jugendliche dürfen jetzt nur noch drei Stunden pro Woche spielen – freitags, samstags und sonntags von 20 bis 21 Uhr

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