Montag, Januar 24, 2022
StartTECHNOLOGIEAutomatisches Türsystem gescheitert Hackerangriff lahmes US-Gefängnis

Automatisches Türsystem gescheitert Hackerangriff lahmes US-Gefängnis

- Anzeige -


Ein Hackerangriff auf ein Gefängnis in New Mexico legte dort die Sicherheitseinrichtungen lahm. Die Insassen spürten die meisten Konsequenzen.

Ein Hackerangriff legte in den USA ein Gefängnis lahm – und sperrte die Insassen noch mehr ein, als sie ohnehin schon waren. Laut Gerichtsakten (PDF) wurden in der vergangenen Woche die Überwachungskameras und die automatische Türanlage des Internierungslagers im Bezirk Bernalillo im US-Bundesstaat New Mexico abgeschaltet. Das Gefängnispersonal musste daher jede Zelle manuell aufschließen, wenn Insassen nach draußen gehen wollten, um Sport zu treiben oder sich zu entspannen.

In dem Gerichtsurteil vom vergangenen Donnerstag heißt es, dass die fehlende Kameraüberwachung ein „erhebliches Sicherheitsrisiko für das Personal und die Insassen außerhalb der Zellen“ darstelle. Das bedeutet, dass alle Gefangenen nur noch in ihren Zellen bleiben dürfen und sich zu bestimmten Zeiten im Gefängnis nicht mehr frei bewegen dürfen. Sie sollen ihre Zellen jedoch weiterhin zur medizinischen Versorgung verlassen dürfen.

Der Cyberangriff legte auch andere öffentliche Einrichtungen im US-Distrikt lahm. Nach wie vor sei die Verwaltung wegen „Cyberproblemen“ nicht in der Lage, Heiratsurkunden, Wählerregistrierungen und Immobilientransaktionen durchzuführen, heißt es in einer Mitteilung. Ursache des Problems war demnach ein sogenannter Ransomware-Angriff – Hacker verschlüsseln die Festplatten von Computern und verlangen Lösegeld, ansonsten löschen sie alle Daten.

Es gab keine Informationen darüber, wer hinter dem Cyberangriff steckte oder welche Forderungen gestellt wurden. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP reagierte das Gefängnis nicht.

Ransomware-Angriffe werden weltweit immer häufiger. Im vergangenen Jahr boten die Vereinigten Staaten eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar für die Suche nach den Anführern der „Darkside“-Bande.

Diese in Russland ansässige Organisation wird von Washington für einen Angriff verantwortlich gemacht, der eine der größten Ölpipelines des Landes lahmgelegt hat. Allein im ersten Halbjahr 2021 sollen Erpresserbanden durch die Cyberangriffe mehr als eine halbe Milliarde Dollar gestohlen haben.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare