Freitag, Oktober 7, 2022
StartTECHNOLOGIEChina strebt mit neuem „Mega Lab“ in sechs Jahren Kernfusionsenergie an

China strebt mit neuem „Mega Lab“ in sechs Jahren Kernfusionsenergie an

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Ein „Mega-Labor“, das darauf abzielt, innerhalb von nur sechs Jahren Kernfusionsenergie zu erzeugen, wurde von der chinesischen Regierung genehmigt.

Sobald sie in Betrieb ist, wird die Maschine 50 Millionen Ampere Strom erzeugen, was etwa doppelt so viel ist wie die Z Pulsed Power Facility, die von den Sandia National Laboratories in New Mexico betrieben wird – dem derzeitigen Rekordhalter für eine Maschine dieses Typs.

Chinas Pläne wurden von Peng Xianjue, Professor an der Chinese Academy of Engineering Physics und einem der führenden Atomwaffenexperten des Landes, in einem Online-Meeting dargelegt, das am 9. September von der Denkfabrik Techxcope organisiert wurde.

Nach seiner Präsentation, wie von der berichtet Süd China morgen PostChinesische Forscher werden versuchen, eine Fusionsreaktion zu erzeugen, indem sie eine unglaublich starke elektrische Ladung verwenden, um zwei Arten von Wasserstoffisotopen zu zünden – Deuterium und Tritium.

Die intensive Energie und der Druck, die durch die Ladung freigesetzt werden, verschmelzen die Atomkerne miteinander, wodurch weitere Energie freigesetzt wird, die dann genutzt wird, um Strom für das Netz zu erzeugen.

Bei dem Treffen sagte Peng: „Fusionszündung ist das Juwel in der Krone von Wissenschaft und Technologie in der heutigen Welt.“

Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen seit Jahrzehnten, ein funktionierendes Kernfusionskraftwerk zu entwickeln. Obwohl die Fusion im Labor erreicht wurde, ist es noch niemandem gelungen, mehr Strom aus Fusionsreaktionen zu erzeugen, als der Strom benötigt wird, um die Reaktion überhaupt erst hervorzurufen.

Bei der Fusion werden Atomkerne gezwungen, sich unter intensiven Bedingungen zusammenzuschließen, wodurch ein schwererer Kern als zuvor entsteht. Die Masse des schwereren Kerns ist nicht mehr ganz so schwer wie die beiden Kerne vor ihrer Vereinigung, und dieses Restgewicht wird in Energie umgewandelt.

Wenn Wissenschaftler die Hürden überwinden können, verspricht die Fusion eine saubere, leistungsstarke und reichlich vorhandene Energiequelle zu sein.

Es gibt viele Ansätze zur Fusion, einschließlich magnetischer Einschließung und leistungsstarker Laser. Ein Ansatz beinhaltet einen Reaktor namens Z-Pinch-Maschine, der einen elektrischen Strom in einem heißen Gas, bekannt als Plasma, verwendet, um ein Magnetfeld zu erzeugen. Dieses Magnetfeld komprimiert dann das Plasma, um die für die Fusion erforderlichen Bedingungen zu schaffen.

Jahrelang wurden Z-Pinch-Maschinen verwendet, um die Auswirkungen von Atomwaffen zu simulieren. Nun gibt es Parallelen zwischen dieser Forschung und den potenziellen Energieanwendungen der Fusion.

Chinas Reaktor, bekannt als Z-FFR, wird demnach in einem „Mega-Labor“ stationiert sein Süd China morgen Post. Es soll bis 2025 in Chengdu, der Hauptstadt der südwestlichen Provinz Sichuan, gebaut werden. Laut einer Schätzung von Pengs Team könnte es dann bereits 2028 Strom produzieren, bevor es bis 2035 kommerziell in Betrieb gehen wird.

Der Ansatz wird jedoch auch Nachteile haben. Zum einen werden mehrere leistungsstarke Leistungskondensatoren und eine Reaktionskammer benötigt, die der Belastung durch Tausende von explosiven Stromschlägen täglich standhalten kann, etwa einmal alle zehn Sekunden.

Chinas Ansatz wird auch eine Art Mischung aus Kernfusion und Kernspaltung sein. Anstatt dass die vom Fusionsreaktor erzeugte Energie direkt ins Netz geht, wird sie einen Partikelstrom antreiben, der auf etwas Uran trifft und eine Spaltungsreaktion auslöst – bei der Kerne gespalten werden, anstatt zusammengefügt zu werden.

Chinas Ziele der Stromerzeugung bis 2028 und der Kommerzialisierung bis 2035 liegen auf der optimistischen Seite des allgemeinen Konsens, dass die kommerzielle Fusionskraft mindestens ein oder zwei Jahrzehnte entfernt ist.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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