Montag, September 26, 2022
StartTECHNOLOGIEDrohnen schwärmen davon, dass 3D-Drucke von Betonstrukturen Gebäude bauen könnten

Drohnen schwärmen davon, dass 3D-Drucke von Betonstrukturen Gebäude bauen könnten

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Nach und nach können Drohnen Schaum- und Betonstrukturen drucken. Die Technik könnte zukünftige Baustellen und den Wiederaufbau nach einer Katastrophe verändern

„Wir sprechen davon, theoretisch etwas von unbegrenzter Größe bauen zu können“, sagt Robert Stuart-Smith von der University of Pennsylvania. Solche Kreationen würden nur durch bautechnische Einschränkungen und Faktoren wie die Drohnenfluglogistik begrenzt.

Der Bau des Drohnenschwarms ist von Tieren wie Wespen und Termiten inspiriert. „Wenn man etwas sehr Großes bauen will, normalerweise in der Natur, dann arbeiten viele Tiere zusammen“, sagt Mirko Kovac vom Imperial College London, der das Projekt leitete.

Kovac und Stuart-Smith zeigten zusammen mit ihren Kollegen, wie mehrere Drohnen gemeinsam einen 2 Meter hohen Zylinder aus Isolierschaum und einen 0,18 Meter hohen Zylinder aus Spezialbeton bauen konnten. Zuerst flog eine der beiden Baudrohnen im Kreis, während sie eine Linie aus schnell aushärtendem Schaum oder Beton sprühte und die Strukturen Schicht für Schicht aufbaute.

Nachdem jede Schicht gedruckt wurde, verwendete eine dritte Drohne eine Tiefensensorkamera, um eine 3D-Karte der laufenden Arbeiten aufzunehmen und dem kooperativen Drohnenteam zu ermöglichen, die Bauschritte nach Bedarf anzupassen.

Jede der Drohnen kann bis zu 10 Minuten laufen, bevor sie Baumaterial aufladen und manchmal einen neuen Akku besorgen muss.

Weitere Tests und Simulationen zeigten, wie bis zu 15 Drohnen Flugwege koordinieren und zusammenarbeiten können, um eine Kuppel zu bauen. Drohnen können ihre eigenen KI-gesteuerten Entscheidungen darüber treffen, wohin sie fliegen und wie sie Baumaterialien lagern, aber sie benötigen immer noch menschliche Überwachung.

Diese 3D-gedruckten Drohnen könnten beim Wiederaufbau nach einer Katastrophe in abgelegenen Gebieten helfen oder sogar an gefährlichen Projekten wie der Reparatur des Betonsarkophags im Kernkraftwerk Tschernobyl arbeiten.

Ein nächster großer Schritt sei die Verlagerung des Drohnenbaus ins Freie, sagt Vijay Pawar vom University College London. Dazu muss ein effizienter Weg gefunden werden, um Drohnen aufzuladen und mit frischen Baumaterialien zu beladen, sowie Kommunikationsnetzwerke zu konfigurieren, um eine große Anzahl von Drohnen sicher zu überwachen.

Die Bauindustrie habe bereits Drohnen für Inspektionen eingesetzt, aber das Konzept der Baudrohnen mache Sinn, sagt Masoud Gheisari von der University of Florida, der nicht an der Studie beteiligt war. „Ich denke, dieser Artikel zeigt perfekt, dass es keine Science-Fiction mehr ist“, sagt er.

Zeitschriftenreferenz: NaturDOI: 10.1038 / s41586-022-04988-4

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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