Sonntag, August 14, 2022
StartTECHNOLOGIEEs fehlt noch etwas Kleine Soundbar Sonos Ray klingt ganz schön groß

Es fehlt noch etwas Kleine Soundbar Sonos Ray klingt ganz schön groß

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Obwohl die Sonos Ray eine sehr kompakte Soundbar ist, liefert sie einen erstaunlich großen Sound. Mit einem Preis von 300 Euro ist es zudem vergleichsweise günstig. Allerdings ist deren Ausstattung etwas zu spartanisch.

Soundbars erfreuen sich großer Beliebtheit, denn mit ihnen lässt sich der meist dünne Sound selbst der besten Fernseher ganz einfach aufpeppen. Viele der aktuellen Lautsprecherleisten sind jedoch für kleinere TV-Geräte oder deren Standort überdimensioniert. Passende Boxen hingegen liefern selten großartigen Sound. Bei der Sonos Ray ist das nicht der Fall, sie ist sehr kompakt und klingt trotzdem richtig gut. Da es auch relativ günstig ist, könnte es die ideale Lösung für kleine Proportionen sein. Allerdings hat der US-Hersteller etwas zu sehr abgespeckt.

Der Sonos Ray ist sogar noch kompakter Sonos Beam (2). Mit 55,9 x 9,5 x 7,1 cm sollte es eigentlich unter jeden Fernseher gestellt oder geschraubt werden können. Mit seinen verjüngten Seiten sieht es ziemlich gut aus und die Verarbeitungsqualität ist hoch.

Wie bei Sonos gewohnt, lässt sich die Soundbar über die zugehörige App schnell und einfach einrichten und ist sofort einsatzbereit. Am Fernseher wird er nur am optischen Eingang angeschlossen, auf eine HDMI-Buchse hat der Hersteller verzichtet.

Auch die unterstützten Tonformate halten sich mit PCM, Dolby Digital und DTS Digital Surround in überschaubaren Grenzen. Die Unterschiede können jedoch groß sein; Im Testfernseher konnte der Ray erst nach der Umstellung von PCM auf Dolby Digital sein wahres Potenzial zeigen.

Das Lautsprecher-Innere der Soundbar besteht aus vier Class-D-Verstärkern und zwei zentralen Mitteltönern mit Bassreflexrohren, die von zwei leicht nach außen gerichteten Hochtönern mit geteilten Waveguides flankiert werden. Der so erzeugte Stereoklang ist äußerst präzise, ​​bietet ausgewogene Mitten und klare Höhen. Der Bass hat für ein so kompaktes Gerät recht viel Punch, ohne dabei aus dem Ruder zu laufen.

Der Ray ist nicht nur für die Stereo-Wiedergabe optimiert, Sonos hat auch beim Tuning Stimmen in den Vordergrund gestellt. So sind Dialoge auch in schwierigen Situationen gut verständlich oder wenn Sie entspannt Filme oder Serien in Originalsprache genießen möchten. Zusätzlich können Sie die Sprachverbesserung in der App aktivieren.

Es besteht auch die Möglichkeit, Höhen und Tiefen anzupassen. Wesentlich effektiver ist jedoch der Einsatz von Trueplay, wodurch die Sonos-Lautsprecher ihren Klang an die Umgebung anpassen können. Die Verbesserung war im Test deutlich hörbar. Trueplay funktioniert nur mit Apple-Geräten, aber Android-Nutzer können Freunde mit iPhones oder iPads um Hilfe bitten – es lohnt sich.

Noch besser wird das Heimkino-Erlebnis, wenn Sie die Soundbar mit zwei weiteren Sonos-Lautsprechern zu einem Surround-System erweitern. Im Test wurden zwei Einsen verwendet. Man kann auch einen Sonos Sub integrieren, aber in diesem Fall scheint ein Subwoofer für knapp 700 Euro ein deutlich übertriebenes Upgrade zu sein. Fest steht aber, dass Sonos mit dem Sub Mini bald eine passende Alternative präsentieren wird.

Der Fernsehgenuss wird durch den fehlenden HDMI-Anschluss getrübt. Probleme mit Spielekonsolen lassen sich dennoch vermeiden, indem das Audiosignal über den Fernseher geleitet wird. Aber es besteht eine ziemlich gute Chance, dass Sie die Fernbedienung nicht zur Steuerung der Lautstärke verwenden können. Der Ray unterstützt nur Infrarotsteuerungen, während moderne Fernseher oft über Funkfernbedienungen (RF) verfügen. Dann müssen Sie nur noch die Touch-Elemente an der Soundbar oder der App bedienen. Dass die Soundbar über kein Mikrofon für Sprachassistenten verfügt, ist hingegen ein verzeihliches Manko.

Nutzt man das Ray per WLAN zum Musikstreaming, wird man auch vom Klang nicht enttäuscht, der Klang ist dennoch klar und klar definiert und bietet ordentliche Bässe. Allerdings passt die auf Sprache optimierte Abstimmung nicht wirklich. In der App kann man das größtenteils wieder gutmachen, beim Fernsehen muss man dann aber eventuell wieder Einstellungen ändern. Hier wäre ein schnelles Umschalten zwischen zwei Modi wünschenswert.

Wenn der fehlende HDMI-Anschluss kein Problem darstellt, ist die Sonos Ray für rund 300 Euro eine nahezu ideale Lösung für Nutzer, die eine kompakte, aber leistungsstarke Soundbar mit Streaming-Talent suchen. Ansonsten ist die Sonos Beam (2) die bessere Sonos-Alternative, aber auch rund 150 Euro teurer.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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