Donnerstag, August 11, 2022
StartTECHNOLOGIEHarte Knochen für die Konkurrenz Das neue MacBook Air rockt so richtig

Harte Knochen für die Konkurrenz Das neue MacBook Air rockt so richtig

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Mit einem komplett überarbeiteten Design und ausgestattet mit dem enorm leistungsstarken M2-Chip ist das neue MacBook Air ein echter Technik-Leckerbissen. Auch wenn die Preise happig sind, muss sich die Windows-Konkurrenz etwas einfallen lassen, damit Apple nicht davonzieht.

Das MacBook Air mit Apples erstem selbst entwickelten M1-Computerchip hinterließ bereits im vergangenen Jahr einen starken Eindruck, ansonsten gab es aber kaum Unterschiede zu seinen Vorgängern. Der Nachfolger kommt mit neuem Design und dem noch stärkeren M2 auf den Markt.

Apple hat das Notebook nicht neu erfunden und auch das überarbeitete Design ist nichts Besonderes. Aber das neue MacBook Air sieht in seiner schlichten Eleganz einfach gut aus. Es ist auch sehr schlank und leicht für ein Gerät, das jetzt ein 13,6-Zoll-Display hat. Zusammengeklappt ist es nur rund 1,1 Zentimeter hoch und wiegt nur 1,24 Kilogramm.

Das ist alles schön und gut, aber es gibt andere Laptops mit ähnlichen Abmessungen. Das neue MacBook Air besticht vor allem durch seine inneren Werte. Laut Apple ist der Hauptprozessor (CPU) des M2-Chips um 18 Prozent leistungsstärker, der Grafikprozessor (GPU) sogar um bis zu 35 Prozent leistungsstärker als beim bereits sehr leistungsstarken Vorgänger.

Das führt unter anderem zu sehr schnellen Ladezeiten, ein Neustart ist in wenigen Sekunden erledigt. Die Bild- oder Videobearbeitung funktioniert nahezu in Echtzeit, selbst bei sehr großen Dateien. Auch ambitionierte Normalanwender werden das neue MacBook Air kaum zum Ruckeln bringen können, selbst wenn sie nur die einfachste Variante mit 8 Gigabyte (GB) RAM besitzen. Mit 16 oder 24 GB haben Profis ein Gerät zur Hand, das sie bisher nur mit einem MacBook Pro hatten.

Wie gut das M2 zur Sache kommt, zeigt ein Benchmark-Test mit Geekbench 5. Mit einem Rechenkern erreicht das Testgerät 1939 Punkte, mit allen acht Kernen 8999 Punkte. Im Single-Core-Vergleich ist der Chip praktisch so stark wie Intels Leistungsträger Core i9-12900K, der 1987 Punkte erreicht. Im Multi-Core-Vergleich gibt es eine Reihe von Prozessoren, die deutlich bessere Ergebnisse erzielen als der M2. Dafür verbrauchen sie in der Regel nicht nur deutlich mehr Kerne, sondern verbrauchen auch ein Vielfaches an Strom.

Trotz seiner hohen Leistung ist das M2 so sparsam, dass Apple beim MacBook Air sogar auf einen Lüfter verzichten konnte. Im Test blieb das Gerät bei der Bild- oder Videobearbeitung stets recht kühl. Im anspruchsvollen Grafik-Benchmark-Test GFXBench 5.0 auf höchster Stufe lief es jedoch in einem Raum mit 26 Grad so heiß, dass es wohl längere Zeit die Leistung drosseln musste, um nicht zu überhitzen. Ansonsten hat die M2 den Test mit einem Ergebnis bestanden, das sonst nur mit guten externen Grafikkarten zu erreichen ist.

Allerdings werden die meisten Nutzer das neue MacBook Air kaum an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit bringen. Wichtiger ist ihnen, dass der Laptop trotz seiner hohen Leistung so energieeffizient arbeiten kann, dass die möglichen Laufzeiten von bis zu 18 Stunden beim Abspielen von Videos oder 15 Stunden beim Surfen im Internet laut Alltagstest durchaus realistisch sind.

Sie können das Gerät entweder über einen der beiden USB-C-Anschlüsse (Thunderbolt/USB 4) oder ein MagSafe-Kabel aufladen, das magnetisch an das Gerät andockt. Mit einem optional erhältlichen 67-Watt-Netzteil füllen Sie den Akku in 30 Minuten zur Hälfte auf. Im Lieferumfang sind je nach Ausführung nur Ladegeräte mit 30 oder 35 Watt enthalten.

Was die SSD des MacBook Air betrifft, gibt es Bedenken, dass das Standardmodell mit 256 GB wie das aktuelle MacBook Pro durch einen einzigen Speicherchip verlangsamt werden könnte. Das Testgerät verfügt über 500 GByte, die sich auf zwei Chips verteilen. Im Blackmagic Disk Speed ​​Test erreichte die SSD übliche Schreib- und Leseraten von 2506 Megabyte pro Sekunde (MB/s) und 2867 MB/s.

Ein Highlight des neuen MacBook Air ist sein Display mit einer scharfen Pixeldichte von 224 ppi. Er kann mit 500 Nits sehr hell leuchten, in dunklen Räumen aber auch auf 2 Nits herunterdimmen. Neben starken Kontrasten liefert er auch sehr schöne, aber akkurate Farben. Leider ist es nicht entspiegelt, weshalb es trotz seiner Helligkeit nur bedingt für Arbeiten im Freien genutzt werden kann.

Eine Frontkamera sitzt in einer Aussparung und bietet endlich eine zeitgemäße Auflösung von 1080p (Full HD). Die Kerbe ist normalerweise nur auf dem Startbildschirm sichtbar, im Vollbild von Apps verschwindet sie in einem breiten schwarzen Rahmen.

Die Bedienung des Laptops ist sehr komfortabel. Die Tasten der Tastatur haben einen perfekten Druckpunkt und einen angenehm hohen Hub, im Power-Schalter steckt ein präziser und schneller Fingerabdrucksensor. Wie bei anderen MacBooks macht ein hervorragendes und großes Trackpad einen Touchscreen überflüssig.

Vier Lautsprecher verstecken sich zwischen Tastatur und Display und liefern einen für Notebooks satten Stereoklang. Sie unterstützen auch 3D-Audio, von dem Sie zumindest glauben, dass Sie es mit den entsprechenden Inhalten hören können.

Alles in allem ist das MacBook Air 2022 kein Leistungsträger, aber sein Gesamtpaket ist sehr ansprechend. Allerdings sind die Preise gestiegen, die Variante mit 256-GB-SSD und 8-Kern-GPU kostet 1500 Euro, das Modell mit 10-Kern-GPU 1850 Euro. Auch für mehr Arbeitsspeicher muss man tief in die Tasche greifen: Zusätzliche 8 GB kosten 230 Euro, weitere 16 GB sogar 430 Euro.

Günstiger wird es für Schüler und Studenten, sie können das neue MacBook Air ab 1384 Euro kaufen. Im Rahmen der sogenannten „Back to School-Aktion“ erhalten sie zudem einen Gutschein über 150 Euro.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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