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Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen Suchmaschine für Frauenhäuser gestartet

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Die Zentrale Informationsstelle Autonome Frauenhäuser startet die Suche nach Frauenhäusern. Mit dieser Online-Suchmaschine können bundesweit Verfügbarkeiten in Frauenhäusern ermittelt werden.

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Die Aktionstage gegen geschlechtsspezifische Gewalt beginnen heute, Donnerstag, zum 30. Mal.

Anlässlich dieses Aktionstages startet das Zentrale Informationszentrum Autonome Frauenhäuser (ZIF) offiziell ein ganz wichtiges Projekt: die Suche nach Frauenhäusern.

Die Frauenhaussuche ist eine Art Online-Suchmaschine für Frauenhäuser in Deutschland. Damit können über verschiedene Filtermöglichkeiten freie Plätze in Frauenhäusern ermittelt werden.

Auf der zugehörigen Seite öffnet sich eine Suchmaske, über die deutschlandweit nach Frauenhäusern gesucht werden kann. Die Suche bietet zudem zahlreiche Filtermöglichkeiten. Der Standort kann entweder nach Postleitzahl, Ort, Bundesland oder Region eingegrenzt werden.

Außerdem gibt es dort Filter für die Sprache der Mitarbeiter, für Haustiere, Barrierefreiheit und auch, ob Söhne in die Frauenhäuser aufgenommen werden können. Im Gegensatz zu Mädchen, die in jedem Alter mit ihren Müttern in Heimen aufgenommen werden, gibt es für Jungen Altersbeschränkungen.

Die Verfügbarkeiten werden in vier verschiedenen Farbkategorien angezeigt:

Die Frauenhaus-Suchkarte mit den Symbolen der Verfügbarkeitskategorien. (Quelle: Zentrale Informationsstelle für autonome Frauenhäuser)

Bei Grün und Grau empfiehlt es sich – wenn möglich – vorher telefonisch Kontakt mit uns aufzunehmen und die Kapazitäten abzuklären. Bei blue erfolgt die Aufnahme sofort und eine Überweisung wird dann vor Ort erledigt.

Laut einer aktuellen Oxfam-Studie hat geschlechtsspezifische Gewalt während der Corona-Pandemie dramatisch zugenommen. In den zehn untersuchten Ländern haben sich die Anrufe bei den Hilfe-Hotlines teilweise verdoppelt.

Beispielsweise stiegen die Anrufe bei Hilfszentren in Italien während der ersten Sperrung um 73 Prozent und in Großbritannien um 25 Prozent.

Als Hauptgründe für den dramatischen Anstieg sehen die Forscher der Studie die Zunahme von sozialem, wirtschaftlichem und persönlichem Stress.

Viele Frauen leiden unter der Doppelbelastung durch Arbeit und Kinderbetreuung und werden dadurch in die soziale Isolation gezwungen.

Zudem wurden in vielen Hilfswerken und Frauenrechtsorganisationen im Zuge der Corona-Krise Mittel gekürzt.

Die gesamte Oxfam-Studie finden Sie hier auf Englisch.

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