Donnerstag, Oktober 28, 2021
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"Kena: Brücke der Geister" Dieses Spiel macht Disney neidisch

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Liebenswerte Charaktere, eine bildgewaltige Welt und eine emotionale Geschichte – diese Zutaten findet man sonst nur in Animationsfilmen von Disney und Pixar. Das mystische Action-Adventure „Kena: Bridge of Spirits“ kann da mithalten und hat noch einiges mehr zu bieten.

Flauschig, klein, riesig, runde Augen, zuckersüß, aber mit enormer Kraft – das ist der Rott. Die kleinen Waldgeister folgen der Heldin in „Kena: Bridge of Spirits“ auf Schritt und Tritt und sorgen für Faszination und Lächeln. Aber das Action-Adventure-Spiel von Ember Lab hat viel mehr zu bieten als der feuchte Traum jedes Disney-Marketingmanagers. Neben einer mystischen Geschichte in einer atemberaubenden Welt kann das Gameplay zu einer echten Herausforderung werden. Allerdings ist das Spiel nicht ganz ohne Fehler.

In der Third-Person-Perspektive schlüpft der Spieler in die Rolle von Kena, einem jungen Geisterführer, der verlorene Seelen aus diesem ins Jenseits überführt. Eine Explosion am heiligen Bergschrein verbreitete Gift im Wald, das böse Geister heraufbeschworen hat. Kena muss nun herausfinden, was auf dem Gipfel passiert ist. Gleich zu Beginn trifft sie auf die beiden lustigen Geisterzwillinge Beni und Saiya, die sie zum Schrein führen wollen, sofern Kena ihren Bruder Taro befreien kann. Um den Geist von Taro und seinen Geschwistern ins Jenseits übertragen zu können, muss Kena Relikte sammeln, die an ihn erinnern. Böse Waldgeister stellen sich ihnen entgegen.

Was mit dem Gift verseucht ist, verwandelt sich in wundersame Wurzelwesen und Steinwesen im Wald, die Kena angreifen. Meist handelt es sich um eine zentrale Rankenpflanze, von der die Vergiftung eines bestimmten Abschnitts ausgeht. Wenn Sie ihre Knospen zerstören, wird dies den infizierten Bereich reinigen. Um sich in der magischen Welt zurechtzufinden, verfügt Kena über spannende Fähigkeiten: Mit einem Energieimpuls kann sie Kristalle aktivieren, deren Energie die Wälder nährt. Sie können zum Beispiel Tore öffnen oder Rätsel lösen.

Außerdem kann er einen Energieball erzeugen, in dem er sich extrem langsam bewegt, aber für eine gewisse Zeit vor Angriffen geschützt ist. Ein Taktstock mit Kristall ist Taktstock und Bogen in einem. Wirbelangriffe und Hammerschläge werden mit dem Schießen von Geisterpfeilen kombiniert. Dazu kann sie kleine Energiebomben werfen, die die Strukturen von Feinden und der Umgebung kurzzeitig verändern können. Steinwesen müssen zum Beispiel in der Regel aufgesprengt werden, bevor sie eliminiert werden können.

In einem übersichtlichen Skilltree können die drei Waffen und der Schutzschild verbessert und mit dem Rott kombiniert werden. So lernst du im Laufe des Spiels nützliche neue Angriffe oder kannst Pfeilbomben abschießen. Kenas Fähigkeiten allein machen nicht das Spannende am Gameplay aus, sondern die Kombination mit dem Rott. Im Grunde sind sie ängstlich, aber wenn sie genug Mut gesammelt haben, werden sie nützlich und effektiv. Wenn Kena im Kampf Schaden erleidet oder Schaden zufügt, wächst der Mut der Rotts und ihre Fähigkeiten werden aktiviert. Kena kann sie verwenden, um Feinde abzulenken oder sie als Projektile zu verwenden. Nur Angriffe mit Rott-Beteiligung richten wirklich Schaden an.

Neben dem Kampf benötigst du den Rott auch, um Rätsel zu lösen, beispielsweise um schwere Gegenstände zu bewegen. Denn im Laufe des Spiels findet Kena immer mehr Rott, die sich im Wald versteckt. Am Ende wird sie von einer kleinen Horde umzingelt. Und am Ende können viele Kleine Großes bewirken.

Sofern nicht der Story-Modus – also die niedrigste Stufe – als Schwierigkeitsgrad gewählt wird, ist Kenas Abenteuer vor allem im Kampf eine echte Herausforderung. Kleine Gegner sind oft kein Problem, aber Zwischen- und Endgegner werden meist nicht auf Anhieb besiegt. Ähnlich wie bei Spielen wie „Dark Souls“ gilt es zunächst Schwächen zu erkennen und die Angriffsmuster zu erlernen, um im richtigen Moment auszuweichen und zu kontern.

Auch die Rätsel sind in vielen Ecken kein Kinderspiel. Einfach durch die Geschichte des Spiels zu rasen, funktioniert nicht. Ein genauer Blick in die faszinierende und detailreiche Umgebung ist unabdingbar, um versteckte Schalter oder Kristalle zu entdecken, die erst dann den Fortschritt ermöglichen.

Mit dem tollen Look im Spiel werden natürlich Erinnerungen geweckt. Der Pixar-Look ist nicht zu übersehen. Liebenswerte Charaktere, eine atemberaubende Welt, eine emotionale Geschichte mit spirituellem Ansatz – das könnte auch von der erfolgreichen Disney-Tochter stammen. Bei Filmen endet das oft in Plüschtieren, Spielzeugen oder sogar in Videospielform. Und ja, Kena und der Rott haben genau dieses Kuschel-Potenzial für Spielwarenläden. Im Fall von Ember Labs Debüt ist dies eher eine Auszeichnung für Action-Abenteuer. Nicht umsonst stehen Pixar-Werke im obersten Regal der Animationsfilme. „Kena: Bridge of Spirits“ kann auf allen Ebenen mit den Werken des Animationsgiganten mithalten. Dazu tragen vor allem die ausgeklügelte Grafik, das bombastische Sounddesign und die hervorragende Synchronisation bei. Die Story ist packend erzählt, die Mischung aus süßem, liebenswürdigem, mystischem und anspruchsvollem Gameplay gelingt perfekt – es ist sozusagen der spielbare Pixar-Film ohne Disney-Beteiligung.

Die Schwächen des Spiels sind technischer Natur. Beim Test auf der PS5 sind uns ein paar Bugs aufgefallen – nämlich die unansehnliche Natur. Wenn Kena plötzlich an Orten landet, aus denen es keinen Ausweg mehr gibt, ist es noch erträglich. Ein weiterer Bug nach einem Bosskampf beendete unseren gesamten Lauf: Nach dem siegreichen Duell wechselte das Spiel in die Ego-Shooter-Perspektive, das erworbene Story-treibende Relikt war verschwunden. Auch nach mehrmaligem Laden des Spielstandes konnten wir an dieser Stelle nicht weitermachen. Den Entwicklern ist der Fehler bekannt, aber er tritt natürlich nicht immer auf.

Ein großes Plus ist, dass der Titel auf der Playstation 4 sein volles visuelles Potenzial entfaltet. Die Entwickler haben das Beste aus der alten Konsolengeneration herausgeholt. Auf der PS5 kann man zwischen 4K-Modus mit 30 Bildern pro Sekunde (FPS) und Performance-Modus wechseln. Letzteres erlaubt 60 FPS, aber das 4K-Erlebnis wird auf 1800p reduziert. Das Bild ist insgesamt etwas flüssiger. Für die schönsten Momente gibt es sogar einen Fotomodus. Auffällige Unterschiede gibt es lediglich bei den Ladezeiten, denn auf der PS5 gibt es praktisch keine.

„Kena: Bridge of Spirits“ lohnt sich also unabhängig von der Plattform. Das Ergebnis des Debütprojekts von Ember Lab war ein sehr unkompliziertes Spielerlebnis ohne Nebenquests, die sogar von der großartigen Hauptgeschichte ablenken würden. Knifflige Rätsel und Kämpfe, gepaart mit einem ganz besonderen Charme und einem audiovisuellen Augen- und Ohrenschmaus – das Kena-Erlebnis, das so viel mehr ist als ein spielbarer Pixar-Film, dauert bis zu 15 Stunden.

„Kena: Bridge of Spirtis“ ist über den Playstation Store oder den Epic Games Store erhältlich.

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