Dienstag, Januar 31, 2023
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Mysteriöse „Whiting-Ereignisse“ im Ozean, die vom Weltraum aus gesehen werden, lassen Wissenschaftler ratlos zurück

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Auf Satellitenbildern wurden unheimliche, milchig-weiße Flecken im Ozean entdeckt, aber die Ursache der weißen Wolken bleibt Wissenschaftlern ein Rätsel.

Das NASA Earth Observatory Image of the Day für den 23. Januar 2023 zeigt diese seltsamen weißen Flecken in den Gewässern vor den Bahamas, aufgenommen im Jahr 2015.

Dieses besondere „Wittlingereignis“, wie es genannt wird, dauerte etwa zwei Monate, bevor es wieder verblasste.

Wittling-Ereignisse werden seit vielen Jahren gesichtet, aber der genaue Grund für ihr Auftreten ist Wissenschaftlern immer noch ein Rätsel. Sie wurden an einer Vielzahl von Orten gesehen, von Gewässern vor den Bahamas, in den Großen Seen, im Persischen Golf, vor der Küste Floridas und sogar im Kivu-See in Zentralafrika.

Proben, die während eines Wittling-Ereignisses von den weißen Wasserflächen genommen wurden, haben gezeigt, dass eine hohe Konzentration feinkörniger Calciumcarbonat-Partikel vorhanden ist, die genaue Ursache dafür ist jedoch noch unbekannt.

Von Wissenschaftlern der University of South Florida durchgeführte Forschungen verwendeten Tausende von Satellitenbildern der Bahama-Banken, die zwischen 2003 und 2020 vom Aqua-Satelliten der NASA gesammelt wurden, um die Muster von Wittling-Ereignissen in diesem Gebiet zu modellieren.

In einem in der Zeitschrift veröffentlichten Artikel Fernerkundung der Umwelt Im Jahr 2023 beschreibt Co-Autor und Ozeanograph Chuanmin Hu ihre Entdeckung, dass die von Wittling-Ereignissen betroffene Fläche seit Beginn der Studie massiv zugenommen hat, von durchschnittlich etwa 25 Quadratkilometern (9,7 Quadratmeilen) im Jahr 2003 auf bis zu 300- 350 Quadratkilometer (115,8 bis 135,1 Quadratmeilen) in den Jahren 2014 und 2015.

Darüber hinaus variierten die Flecken des Wittling-Ereignisses vor den Bahamas stark in der Größe zwischen 0,1 und 226 Quadratkilometern (0,04 bis 87,3 Quadratmeilen), mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 2,4 Quadratkilometern oder 0,93 Quadratmeilen.

„Ich wünschte, ich könnte Ihnen sagen, warum wir diesen Höhepunkt der Aktivität gesehen haben, aber wir sind noch nicht dort“, sagte Hu gegenüber dem NASA Earth Observatory. „Wir sehen einige interessante Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen wie dem pH-Wert, dem Salzgehalt des Wassers und dem Verhalten von Winden und Strömungen, aber wir können noch nicht sagen, welche genauen mechanischen, biologischen oder chemischen Prozesse für diesen Peak verantwortlich waren in Aktivität. Letztendlich müssen wir mehr Feldexperimente durchführen und diese mit Fernerkundungsforschung wie dieser kombinieren, um die Entstehungsprozesse besser zu verstehen.“

Theorien über die Gründe für diese Klumpen hoher Kalziumkarbonatkonzentrationen umfassen die Resuspension von Sedimenten auf dem Meeresboden durch Meeresströmungen oder eine erhöhte Phytoplanktonaktivität, die irgendwie dazu führt, dass enorme Mengen an Kalziumkarbonat freigesetzt werden.

Andere Untersuchungen zu Wittlingereignissen ergaben erhöhte Konzentrationen der Kieselalgenfamilie Thalassiosira in den Gewässern von Wittlingereignissen.

„Es ist möglich, dass diese Kieselalgen eine Schlüsselrolle bei der Auslösung von Wittling-Ereignissen spielen, weil sie als Nukleationspunkte oder ‚Samen‘ fungieren können, an denen Kalziumkarbonatkristalle wachsen, aber es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um dies zu beweisen“, sagte Hauptautorin Jacqueline Long gegenüber NASA Earth Observatory im Jahr 2018.

Trotz dieser bedeutenden Erkenntnisse bleibt die wahre Ursache für diese mysteriösen weißen Flecken rund um den Globus unbekannt.

Haben Sie einen Tipp zu einer Wissenschaftsgeschichte, über die Newsweek berichten sollte? Haben Sie eine Frage zu Meeresgeheimnissen? Teilen Sie uns dies über science@newsweek.com mit.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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