Sonntag, August 14, 2022
StartTECHNOLOGIESchutz teurer elektronischer Geräte Bei Blitz und Donner den Stecker ziehen?

Schutz teurer elektronischer Geräte Bei Blitz und Donner den Stecker ziehen?

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Buchen zu suchen und bei Gewitter Weiden zu meiden ist definitiv falsch und auch gefährlich. Aber was ist mit der Regel, Fernseher, Computer und andere teure Elektronikgeräte auszuschalten, wenn es donnert und blitzt? Ist das auch nur ein Mythos?

Früher war es üblich, den Fernseher auszuschalten, wenn ein Gewitter aufzog. In den meisten Haushalten gibt es inzwischen viele andere teure und empfindliche elektronische Geräte, aber viele Benutzer tun nichts, um sie vor Blitzeinschlägen zu schützen, weil sie glauben, dass dies nicht mehr erforderlich ist. Sind sie korrekt?

Nein nicht wirklich. Spätestens seit Ablauf einer Übergangsfrist Ende 2018 ist ein Überspannungsschutz in Neubauten unter anderem dann Pflicht, wenn „Betriebsmittel der Überspannungskategorie I oder II in Gebäuden installiert sind“, wovon in jedem Wohngebäude ausgegangen werden kann. Bei Altbauten ist dies jedoch nicht der Fall und Blitzableiter sind gesetzlich nicht vorgeschrieben.

„Die meisten Häuser haben keinen Blitzableiter auf dem Dach, den sogenannten äußeren Blitzschutz, der die Energie in die Erde ableitet“, sagte Harald Wölffle von ED Netze dem „Energiedienst“. „Hat der Hausbesitzer eine Satellitenschüssel auf dem Dach installiert, trifft der Blitz wahrscheinlich zuerst die Schüssel, die wie eine Antenne für den Blitz wirkt. Solche Metallgegenstände ziehen Blitze förmlich an und leiten sie in die Hausinstallation. Dann ist es schlecht für die.“ Computer und Haushaltsgeräte.“

Um elektrische Geräte zu schützen, benötigt man jedoch vor allem einen inneren Blitzschutz. Sie gliedert sich laut Verband Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) in drei Stufen. Sie werden auch als Grob-, Mittel- und Feinschutz bezeichnet.

Level 1 sind sogenannte Blitzstrom-Ableiter oder Überspannungsschutzgeräte Typ 1 (SPD 1). Sie sind sozusagen das erste Bollwerk gegen Blitzströme, die über Wasser-, Daten- und andere Leitungen in ein Gebäude gelangen und werden meist vor dem Stromzähler installiert. Der Primärschutz fängt laut Allianz direct den gesamten Energieinhalt des Blitzes ab und reduziert die verbleibende Restspannung auf unter 1300 bis 6000 Volt.

Überspannungsschutzgeräte vom Typ 2, auch Überspannungsableiter genannt, werden meist im Zählerkasten oder anderen sogenannten Unterverteilern eingesetzt. Der mittlere Schutzpegel begrenzt die verbleibende Überspannung auf weniger als 600 bis 2000 Volt.

Dieser Rest reicht jedoch immer noch aus, um elektronischen Geräten ein Ende zu bereiten. Laut „PC Magazin“ müssen sie lediglich 500 Volt standhalten, um das erforderliche CE-Zeichen zu erhalten. Laut Broschüre „Überspannungsschutz“ der Initiative Elektro+ haben elektronische Geräte für die Stromversorgung eine Spannungsfestigkeit von mindestens 1.500 Volt. Das bedeutet, dass es trotz vorhandenem Überspannungsschutz ratsam sein kann, wertvolle elektrische Geräte vom Stromnetz zu trennen, wenn sich ein Gewitter nähert.

Allerdings nützt die Unplugging-Methode wenig, wenn bei Sturm niemand zu Hause ist. Eine Alternative sind Schutzgeräte vom Typ 3. Dies sind in der Regel Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz. Dieser feine Schutz nützt jedoch wenig, wenn kein Überspannungsschutz der Stufen 1 und 2 vorhanden ist. Außerdem können bei Blitzeinschlägen in der Nähe trotz vorgeschalteter Ableiter höhere Spannungen auftreten, als die Leisten aushalten. Beim Kauf sollte man also darauf achten, dass man möglichst viel Strom abführen kann.

Wer seine Geräte schützen möchte, sollte nicht nur an die Stromkabel denken. Auch angeschlossene Internet-, Telefon- oder Antennenkabel können tödlich sein. AVM rät daher ausdrücklich dazu, beispielsweise Fritzboxen und Zubehör oder Festnetztelefone bei Gewitter vom Netz zu nehmen. Alternativ empfiehlt Elektro+ den Einbau eines speziellen Kombi-Ableiters für Kommunikationstechnik im Zählerschrank.

Auch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Gebäudesystemtechnik etc. benötigen einen besonderen Schutz vor Überspannung. Informationen und Hinweise dazu finden Sie in der Broschüre „Überspannungsschutz“.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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