Samstag, Mai 21, 2022
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So bizarr sollte das erste iPhone aussehen

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Für den iPhone-Prototyp gab es zahlreiche Designideen. Am Ende setzte sich das klassische Telefon mit Touch-Display durch. Doch am Anfang sollte das erste iPhone noch ganz anders aussehen.

Wir alle kennen das klassische Smartphone-Design. Groß, flach, glänzend schwarz und mit Touch-Display – so weit, so gut. Kaum verwunderlich, dass viele der aktuellen Handys immer noch grundlegend auf Apples Design für das erste iPhone basieren.

Doch wie der iPhone-Erfinder und Tech-Guru Tony Fadell nun in seinem Buch verriet, sollte das erste Massenmarkt-Smartphone ganz anders aussehen. Vor allem ein Element, das Apples iPod entlehnt ist und entfernt an eine Wählscheibe eines antiken Telefons erinnert, soll die Optik prägen. Doch dann kam es anders.

Und das aus gutem Grund: Die Idee war zwar originell und cool, aber nicht sehr praktisch. Laut Fadell hätte das Design im Alltag einfach nicht funktioniert. Dass das Telefon in der Mitte ein Drehgelenk haben sollte, mit dem sich Vorder- und Rückseite beliebig verwinden ließen, macht es im Alltag und im Praxistest auf Dauer nicht einfacher.

Die obere Hälfte sollte auf der einen Seite aus dem Bildschirm und auf der anderen Seite aus einer Kamera mit Verschluss bestehen. Die Unterseite hingegen soll das bereits vom iPod bekannte Drehrad zum Rangieren und zum anderen einen Nummernblock haben.

Grundsätzlich soll das erste iPhone auch eher an einen iPod mit Telefonfunktionen erinnern als an ein komplett neues Gerät. Aus diesem Grund basierte eines der frühen Konzepte weitgehend auf dem Design von Apples Musikplayer. Auch das Drehrad, das ein Markenzeichen des iPods war, wurde von dieser Idee übernommen.

Bei diesem hätte man sich dann mühsam durch Kontakte und Menüs „blättern“ müssen, was letztlich der Grund dafür war, dass dieses Design nie über den Prototypenstatus hinaus kam. „Sie konnten nichts einfügen, weil es keine Texteingabe gab“, erinnert sich Fadell.

Doch Steve Jobs war von dem Konzept so überzeugt, dass er das damalige Entwicklungsteam ermutigte und drängte, die Stärken des iPods bei der Gestaltung von Apples erstem Telefon zu berücksichtigen. Der Grund: Sie haben mit dem iPod Wheel ein so intuitives und bahnbrechendes Design entwickelt, warum sollten Sie es durch ein komplettes Touch-Display ersetzen?

„Wir haben wochenlang versucht, Ideen zu entwickeln, wie wir das Rad verwenden können, um Eingaben zu machen, aber wir haben es einfach nicht geschafft“, fährt Fadell fort. Und doch wollte Jobs nicht aufgeben: „Versuchen Sie es weiter!“ Am Ende entschied sich das Team für den klassischen Ansatz, den wir heute noch in Smartphones finden.

Mehr Details über das erste iPhone und andere Geheimnisse aus seinem Leben als Apple-Erfinder verrät Tony Fadell in seinem kürzlich erschienenen Buch „Build: An Unorthodox Guide to Making Things Worth Making“.

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