Samstag, Mai 14, 2022
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Unglaubliches Video zeigt, wie Krebs durch Zellen des Immunsystems getötet wird

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Ein faszinierendes Video zeigt, wie es aussieht, wenn eine Zelle des Immunsystems Krebs angreift.

Das Filmmaterial wurde mit einem Spezialmikroskop vom Zellbiologen Alex Ritter und Kollegen aufgenommen und gegenüber der Echtzeit leicht verlangsamt.

In dem VideoWie unten zu sehen ist, kann man eine als T-Zelle bekannte Zelle sehen, die sich an eine Lymphom-Krebszelle anheftet, um sie zu töten. Die T-Zelle nimmt ein feuerrotes Aussehen an, „Flammen“ lecken an ihrer Seite, während sie ihre blau gefärbte Beute zerstört.

Die T-Zelle brennt natürlich nicht wirklich – ihr Aussehen wird teilweise durch ein fluoreszierendes Protein verursacht, das von den Forschern hinzugefügt wurde – aber ihre dynamische, fließende Oberfläche ist die natürliche Reaktion der Zelle auf die Identifizierung eines Krebsziels, twitterte Ritter.

Das Filmmaterial wurde im Rahmen einer neuen Studie veröffentlicht, die am Donnerstag von Ritter und Kollegen veröffentlicht wurde und in der sie untersuchten, wie sich Krebszellen gegen T-Zell-Angriffe schützen.

T-Zellen gehören zum körpereigenen Immunsystem und schützen uns vor Infektionen. Sie werden auch als T-Lymphozyten bezeichnet und sind weiße Blutkörperchen. T-Zellen zirkulieren im Körper und erfüllen eine Vielzahl von Funktionen, von der Steuerung von Immunreaktionen bis hin zur Bindung an und Abtötung von Krebszellen oder infizierten Zellen.

Sogenannte Killer-T-Zellen können Krebszellen zerstören, indem sie sich an sie binden und dann Giftstoffe absondern, die sie von innen zerstören. Es gibt zwei Arten von Toxinen, die dies tun; Perforine, die Löcher in der äußeren Barriere der Krebszelle erzeugen; und zytotoxische Proteine, die durch die Löcher dringen und den Krebs töten.

Ritter und Kollegen zeigen in ihrer neuen Studie jedoch, dass sich Krebszellen gegen diesen Angriff wehren können, indem sie die Löcher, die Perforine hinterlassen haben, mit sogenannten ESCRT-Proteinen verschließen. Dies kann die Abtötung durch T-Zellen verzögern oder sogar verhindern.

In einem Tweet sagte Ritter, er und sein Team hoffen, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen könnten, Krebstherapien wirksamer zu machen. Ritter sagte zum Beispiel, als das Team verhinderte, dass der ESCRT-Reparaturprozess in Krebszellen richtig funktionierte, „waren T-Zellen viel effizienter darin, die Ziele zu töten.“

Die neue Studie wurde in der Zeitschrift veröffentlicht Wissenschaft am 21.04.

T-Zellen spielen bereits in einigen Krebstherapien eine Rolle, die sich das körpereigene Immunsystem zur Krebsbekämpfung zunutze machen. Bei der TIL-Therapie beispielsweise werden Ärzte einen T-Zelltyp identifizieren, der bestimmte Krebstumorzellen am besten erkennt. Diese T-Zellen werden dann mit Substanzen behandelt, die sie schnell in große Zahl wachsen lassen.



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