Mittwoch, Oktober 27, 2021
StartWIRTSCHAFTÄrger über Indiskretionen: Opel-Mitarbeiter sollen nicht mit der Presse reden

Ärger über Indiskretionen: Opel-Mitarbeiter sollen nicht mit der Presse reden

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Das passiert bei Opel in Rüsselsheim nicht alle Tage: Geschäftsführung und Betriebsrat riefen in einer gemeinsamen Erklärung die Belegschaft dazu auf, mit Informationen aus dem Unternehmen in der Öffentlichkeit zurückhaltend umzugehen. Grund dafür sind Aussagen der Belegschaft und der IG Metall im Betriebsrat, wonach Mitarbeitern im Entwicklungszentrum geraten wurde, den Arbeitsplatz zu wechseln. Hinsichtlich der Kosten drohte eine Verlagerung der Aufgaben nach Marokko. Der Stellantis-Konzern, zu dem Opel seit der Fusion von PSA und Fiat-Chrysler seit Anfang des Jahres gehört, baut derzeit Entwickler-Positionen auf, wie auch die FAZ erfuhr.

Opel stehe vor einer „Reihe von Herausforderungen“, heißt es in der Erklärung von Personalchef Ralph Wangemann und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Uwe Baum. Dabei sei es „nicht ungewöhnlich, dass zwischen den Sozialpartnern unterschiedliche Standpunkte bestehen“. Diese Meinungsverschiedenheiten sollten „im Interesse eines guten sozialen Dialogs – intern“ ausgetauscht und verhandelt werden.

Ziel der Gespräche sollten immer gute, gemeinsame Lösungen sein. Und: „Dafür ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Positionen mit den Mitarbeitern geteilt werden, ohne dass dies in der Öffentlichkeit landet. Die Tatsache, dass interne Kommunikation innerhalb von Minuten in der Presse bekannt wird, dient diesem Ziel nicht. Baum und Wangemann fordern die Belegschaft auf, „keine internen Mitteilungen von Geschäftsführung und Betriebsrat mit der Öffentlichkeit zu teilen“.

Opel hat vor knapp zwei Jahren einen Teil des Entwicklungszentrums an den strategischen Partner und Dienstleister Segula Automotive verkauft, ebenso die Teststrecke in Rodgau-Dudenhofen. Damals wurden gut 700 Mitarbeiter an den Dienstleister übergeben. Segula stellte daraufhin schnell weitere Leute ein, streicht nun aber Dutzende Stellen. Grund: Zu wenig Arbeit für die Belegschaft.

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