Sonntag, Oktober 17, 2021
StartWIRTSCHAFTAndauernde Proteste: Gorillas auf dem falschen Weg

Andauernde Proteste: Gorillas auf dem falschen Weg

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WWenn es regnet, legen Gorillas-Kuriersäcke Brot und Butter unter die Socken. Da der Lieferservice sie nur mit extragroßen Regencapes und Regenhosen in einer Einheitsgröße versorgt, könne das Nasse sie sonst nicht fassen, sagt die 26-jährige Anna Hicks. Ihr Kollege Jakob Pomeranzev, 28, ergänzt, dass die Ausrüstung, die in einem großen Stapel bereitliegt und von allen Kurieren geteilt wird, nicht immer intakt ist. Die Kuriere reparierten sie dann, wenn auch nur zum Selbstschutz. „Elektrisches Klebeband ist ein wirklich wichtiges Werkzeug.“

Diese Bedingungen haben zahlreiche Kuriere des Lebensmittellieferdienstes auf die Straße getrieben. Seit Juni protestieren sie in Berlin. Es gibt regelmäßig sogenannte „wilde“ Streiks – spontane Arbeitsniederlegungen, oft im Zusammenhang mit der Blockade der Lagerhallen, die dem Unternehmen als Lieferstützpunkte dienen. Das war zuletzt in dieser Woche der Fall: Rund 100 Mitarbeiter und Unterstützer demonstrierten vor der Firmenzentrale. An einem der streikenden Lagerhäuser in Berlin-Kreuzberg hatten die Demonstranten ein Transparent mit ihren Forderungen mit Klebeband neben den in der Linken weit verbreiteten Slogan „No pasarán“ (spanisch für „Du kommst nicht durch“) geklebt -Flügel Szene. „Fairer Lohn für alle Arbeitnehmer“ steht an erster Stelle, „Sicherere Arbeitsmittel“ ist einer der Punkte.

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