Samstag, Oktober 1, 2022
StartWIRTSCHAFTAnstehender Börsengang : Porsche, die Governance-Sünde

Anstehender Börsengang : Porsche, die Governance-Sünde

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DEr ist ein klares Statement: „Wer Nachhaltigkeit nicht ernst genug nimmt, wird in zehn Jahren kein Geld mehr von Investoren bekommen. Es wird vom Markt verschwinden.“

Diese Sätze stammen vom Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Christian Sewing. Sie sollen verdeutlichen, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit in der Hochfinanz ist – angelehnt an die ESG-Kriterien: Umwelt (E für Umwelt), Soziales (S) und Unternehmensführung (G für Governance). Aber Sewings Satz ist Rauch und Spiegel.

Was derzeit in Sachen Governance am deutschen Kapitalmarkt passiert, ist eine Tragödie und ein Schlag auf den Kopf für alle, die versuchen, die Wirtschaft für mehr Nachhaltigkeit zu gewinnen. Vielen Investoren ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass Volkswagen – gelinde gesagt – ein Sonderfall in Sachen Corporate Governance ist. Der starke Einfluss der Familien Porsche und Piëch, die starke Position der Arbeitnehmervertreter, der Einfluss des Landes Niedersachsen auf den Dax-Konzern – all das war schon immer schwierig und wurde dennoch von Investoren toleriert. Der Porsche-Börsengang ist das i-Tüpfelchen und führt alles, was gute Unternehmensführung ausmacht, ad absurdum.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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