Sonntag, November 28, 2021
StartWIRTSCHAFTAutoindustrie: Umweltaktivisten gegen Steuervorschriften für Firmenwagen

Autoindustrie: Umweltaktivisten gegen Steuervorschriften für Firmenwagen

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Das Freiburger Öko-Institut und die Initiative Agora Verkehrswende haben sich mit unterschiedlicher Kritik an den deutschen Dienstwagenregelungen geäußert. Die Studie „Firmenwagen auf der falschen Spur“ fordert eine Erhöhung der Kosten bzw. der Steuerbelastung für diejenigen, die einen Firmenwagen auch privat nutzen dürfen.

Einerseits hätten die Nutzer solcher Dienstwagen keinen Anreiz, die privat gefahrenen Kilometer zu begrenzen, da der notwendige Kraftstoff vom Arbeitgeber getragen wird. Während das Umweltbundesamt vorschlägt, die Verwendung von Tankkarten für private Fahrten zu verbieten oder eine zusätzliche Steuer für private Kilometer zu verlangen, fordert die Studie des Öko-Instituts, Dienstwagenfahrer zur Nutzung des elektronischen Fahrtenbuchs zu verpflichten, um dann Steuern für privat gefahrene Kilometer erheben. Alternativ ist als „Mindestvariante“ eine Erhöhung der Firmenwagenpauschale erforderlich. Bisher mussten Nutzer von Dienstwagen als geldwerten Vorteil ein Prozent des Bruttopreises eines Dienstwagens versteuern; eine Erhöhung der Pauschale auf 1,5 bzw. 2 Prozent des Pkw-Preises ist erforderlich. Im neuen Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP finden sich diese Forderungen jedoch nicht, die Koalitionisten wollen lediglich die Steuervorteile für Hybridfahrzeuge abschaffen, die kaum noch elektrisch angetrieben werden.

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